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München - Die SpVgg Greuther Fürth hat den Angriff von Fortuna Düsseldorf auf die Tabellenspitze der 2. Bundesliga abgewehrt. Die Mannschaft von Trainer Mike Büskens gewann das fränkisch-bayerische Derby gegen 1860 München am 9. Spieltag mit 2:0 (1:0) und zog nach dem 4:2 (3:0) der Fortuna gegen Energie Cottbus am Samstag wieder an den Rheinländern vorbei.

Christopher Nöthe mit seinem siebten Saisontreffer (27.) und Bernd Nehrig mit einem abgefälschten Schuss von der Strafraumgrenze (54.) sicherten Fürth gegen zehn "Löwen" den vierten Heimsieg hintereinander.

St. Pauli verliert an Boden

Fürths Präsident Helmut Hack war nach dem Sieg gegen die Münchener "wunschlos glücklich": Mit 22 Punkten liegen die Franken einen Zähler vor dem Zweiten Düsseldorf. "Grundsätzlich sind wir froh, dass wir gewonnen haben, aber das ist eine Momentaufnahme", sagte Fürth-Coach Mike Büskens.

Der FC St. Pauli (19) fiel nach dem 2:3 (1:0) gegen Erzgebirge Aue auf Rang 3 zurück, Eintracht Frankfurt (16) kann St. Pauli mit einem Sieg am Montag bei Dynamo Dresden noch verdrängen.

Meier bremst Euphorie

In Düsseldorf träumt der Anhang derweil von der Bundesliga. "Niemand siegt in Düsseldorf", sangen die Fans nach der Einstellung des Clubrekordes mit neun Heimsiegen hintereinander. Seit über einem Jahr und in 19 Heimspielen ist die Fortuna jetzt unbezwungen, doch Trainer Norbert Meier betonte: "Wir haben noch nicht das Format einer Spitzenmannschaft."

Als Beleg führte Meier die zittrige Vorstellung seiner Elf nach den Treffern von Dimitar Rangelov (52.) und Uwe Hünemeier (55.) zum zwischenzeitlichen 2:3 an. Zuvor hatten Maximilian Beister mit seinem Saisontoren Nummer drei und vier (4./26.) sowie Sascha Rösler (17.) Düsseldorf die beruhigende Führung beschert. Doch als der Cottbuser Roger wegen einer Notbremse Rot sah (47.), drohte das Spiel zu kippen. "Niemand wollte mehr den Ball haben", monierte Meier.

Erst als mit Rangelov (74., wiederholtes Foulspiel) noch ein Energie-Profi vom Platz flog, fing sich Düsseldorf wieder. Den Schlusspunkt setzte Adriano Grimaldi (90.+3). Meier: "Wir brauchen uns nicht zu beweihräuchern. Es wird nur noch darüber geredet, dass in der Arena im vergangenen Jahr niemand gewonnen hat - außer Aserbaidschan beim Song-Contest. Aber Serien sind Vergangenheit."

Funkel-Debüt missglückt - Bergmann holt ersten Sieg

In eine bessere Zukunft will Alemannia Aachen mit Trainer Friedhelm Funkel, doch dessen Debüt misslang beim 0:2 (0:0) bei Union Berlin. Markus Karl (39.) und Kapitän Torsten Mattuschka (88., Foulelfmeter) sicherten den Hauptstädtern den vierten Heimsieg in Folge, Aachen wartet weiter auf das zweite Saisontor. Funkel meinte, "dass die Mannschaft noch nicht so frei ist", doch Abwehrspieler Timo Achenbach betonte: "Wir glauben weiter an uns und kämpfen weiter."

Allerdings: Aachen fiel auf den letzten Platz zurück, weil Andreas Bergmann mit Funkels Ex-Club VfL Bochum beim 2:1 (1:0) gegen den MSV Duisburg im zweiten Spiel den ersten Sieg feierte. Branimir Bajic (55.) hatte die Bochumer Führung von Kapitän Christoph Dabrowski (17.) ausgeglichen. Doch Daniel Ginczek (89.) traf den MSV nach einem Traumpass von Takashi Inui mitten ins Herz. Für den VfL war es erst der zweite "Dreier" der Spielzeit.

Hansa wartet weiter auf ersten Sieg

Weiter sieglos dagegen ist Hansa Rostock. Marcel Schied ließ den Aufsteiger mit seinem Treffer gegen den Karlsruher SC (25.), dem ersten in einem Heimspiel für Hansa nach sechs Stunden und sechs Minuten vom ersten Erfolg träumen. Doch Klemen Lavric (77.) beendete die Durststrecke der Badener nach fünf Pleiten mit seinem Tor zum 1:1 (1:0)-Endstand.

Bereits am Freitag hatten St. Pauli und Eintracht Braunschweig mit dem 1:1 (0:0) beim FSV Frankfurt Punkte im Kampf um die vorderen Plätze liegen lassen. Im Mittelfeld feierte der SC Paderborn ein 4:1 (2:0) gegen den FC Ingolstadt.