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München - Es läuft nicht mehr bei der Fortuna. Nach der Pleite bei 1860 München und damit fünf sieglosen Spielen in Folge rutschten die Rheinländer nach einer gefühlten Ewigkeit aus den Top-3. 14 Spieltage lang war Düsseldorf in den Aufstiegsrängen gestanden. Gegen Alemannia Aachen könnte die Elf von Trainer Norbert Meier aber schon wieder auf Platz 2 rücken und punktemäßig mit Tabellenführer Greuther Fürth gleichziehen (ab 20:15 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio). Doch Vorsicht: Aachen hat seit sieben Spielen nicht mehr verloren.

"Wir waren nach der Partie in München sehr enttäuscht", meinte Meier: "Ich habe meine Elf dort richtig gut gesehen. Wir waren nicht nur kämpferisch voll auf der Höhe, sondern haben auch fußballerisch überzeugt. Das wir dann am Ende für unser gutes Spiel nicht belohnt worden sind hat schon weh getan."

Kleines Fragezeichen hinter Lambertz

Ein Sieg gegen die Kaiserstädter wäre ein klares Ausrufezeichen in Richtung der Konkurrenz an der Spitze des Zweitliga-Klassements. "Wir müssen gegen die Alemannia noch konzentrierter zu Werke gehen als in den vergangenen Spielen", gab der Trainer die Richtung für das Montagsspiel vor und erteilte seiner Mannschaft einen klaren Auftrag: "Wir müssen vor dem Tor wieder 'geiler' werden."

Den bevorstehenden Gegner im Blick stellte der Chefcoach den Alemannen ein gutes Zeugnis aus. "Die Aachener haben seit einiger Zeit wieder Ordnung und Struktur in ihr Spiel bekommen", sagte Meier und schob nach: "Zudem verfügt das Team von Trainer Friedhelm Funkel über einige sehr gute und erfahrene Spieler." Namentlich erwähnt wissen wollte der Fortuna-Trainer Sergiu Radu und Benjamin Auer, "die bereits im Hinspiel beide eine sehr ansprechende Leistung abgeliefert haben". Aber auch das Lob für den Gegner - die Alemannia reist als Tabellendreizehnter an den Rhein - kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass nur ein Sieg das erklärte Ziel der Gastgeber sein kann. Meier: "Wir werden richtig Gas geben."

Ob 95-Kapitän Andreas Lambertz, der unter der Woche an einer, im Spiel gegen die "Löwen" erlittenen, Muskelquetschung im linken Oberschenkel laborierte, dann ebenfalls zum Spurt ansetzen können wird, ist derzeit noch ungewiss. "Ich bin guter Dinge, dass er spielen kann", sagte Meier jedoch. Sollte Lambertz auflaufen können, kann Coach Meier seine beste Elf ins Rennen schicken, lediglich der langzeitverletzte Jules Schwadorf fällt aus.

Trotz starker Serie: Funkel nicht zufrieden

Die Alemannia geht durch ihre Serie sehr selbstbewusst in das Duell mit dem Favoriten. Auch wenn die letzte Niederlage der "Schwarz-Gelben" vom 20. November 2011 datiert, ist Friedhelm Funkel aber nicht ganz zufrieden mit der Bilanz. "Statt zwei hätten wir aus diesen Spielen nämlich vier Siege holen müssen. Deshalb fehlen uns ein paar Punkte", sagt der Trainer der Alemannia. "Personell hat sich gegenüber dem letzten Wochenende nichts verändert", gibt der Coach zu Protokoll. Nur Bilal Cubukcu (U23) fehlt noch - er wird nach seinem Schien- und Wadenbeinbruch langsam aufgebaut.

Einerseits ist Funkel mit elf Punkten aus den vergangenen sieben Spielen nicht hundertprozentig zufrieden. "Auf der anderen Seite weiß die Mannschaft, dass sie sehr stabil ist, dass sie nicht mehr so viele Torchancen zulässt wie Ende des letzten Jahres", sagt der 58-Jährige. Genau diese Stabilität in der Defensive dürfte in der Landeshauptstadt gefragt sein. "Wir müssen dagegen halten", fordert Funkel, der speziell vor der Offensiv-Abteilung mit Rösler, Bröker, Beister und dem immer wieder nachrückenden Kapitän Lambertz warnt. Am Montag rechnet Funkel mit einer aggressiven, starken Fortuna. "Sie werden aus meiner Sicht aufsteigen, da bin ich mir sicher", sagt der gebürtige Neusser.

Zur Tabellensituation seiner Alemannia sagt er: "Es wird bis zum Schluss eng bleiben, und wir müssen dran bleiben. Wir haben jetzt drei Spiele gegen Mannschaften aus der Spitzengruppe, da müssen wir uns jetzt beweisen", lenkt Funkel den Blick auf die kommenden Wochen mit Spielen gegen Düsseldorf, Paderborn und Fürth.



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