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Frankfurt - Fortuna Düsseldorf hat mit toller Moral das Fernduell gegen Eintracht Frankfurt um die Tabellenspitze der 2. Bundesliga für sich entschieden und den bisherigen Spitzenreiter SpVgg Greuther Fürth unter Druck gesetzt. Die Düsseldorfer schossen sich am 13. Spieltag trotz eines zweimaligen Rückstands am Ende zu einem deutlichen 5:2 (1:2) beim FSV Frankfurt.

Während die Fortuna (31 Punkte) seit nunmehr 20 Ligaspielen ungeschlagen ist, kam die Eintracht (29) ausgerechnet beim bisherigen Schlusslicht FC Ingolstadt nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus. Karim Matmour verhinderte die erste Punktspiel-Niederlage der Frankfurter in der laufenden Saison durch seinen Treffer in der sechsten Minute der Nachspielzeit. Fürth (29) kann am Montag gegen Eintracht Braunschweig die Tabellenführung zurückerobern.

"Wie sie das gemacht hat, war bemerkenswert"

"Die Mannschaft hat sich in der Pause fest vorgenommen, das Spiel zu drehen. Und wie sie das gemacht hat, war bemerkenswert", sagte Fortunas Sportchef Wolf Werner. "Wir haben nicht die Leistung gebracht, die wir bringen können. Der Ausgleich wenige Sekunden vor Schluss ist natürlich glücklich, aber vom Spielverlauf her ist das in Ordnung", sagte Eintracht-Trainer Armin Veh.

Im dritten Sonntagsspiel hat der MSV Duisburg in der ersten Partie nach der Entlassung von Trainer Milan Sasic nicht in die Erfolgsspur zurückgefunden. Das Team von Interimscoach Oliver Reck unterlag 0:3 (0:1) gegen 1860 München und bleibt mit neun Punkten im Tabellenkeller.

Auch für den Karlsruher SC wird die Lage immer prekärer. Am Samstag kamen die Badener mit 1:5 bei Aufsteiger Dynamo Dresden unter die Räder - das zehnte Spiel in Folge ohne Sieg.

Loose: "Das gibt Mut für die Zukunft"

KSC-Bezwinger Dresden hat nach den Ausschreitungen beim DFB-Pokalspiel bei Borussia Dortmund auf dem Platz und auf den Rängen die richtige Antwort gegeben. Beim Kantersieg gegen Karlsruhe schrieb nicht nur die Mannschaft wieder positive Schlagzeilen, auch die kritisierten Dynamo-Fans zeigten wieder ihr stimmungsvolles und friedliches Gesicht. Doch die Krawalle vom vergangenen Dienstag werden noch ein Nachspiel haben.

"Das war ein echter Feiertag für den Dresdner Fußball. Wir haben uns sportlich und auch auf den Rängen von unserer besten Seite gezeigt. Das gibt Mut für die Zukunft", sagte Trainer Ralf Loose: "Ich hoffe, dass bei den entsprechenden Maßnahmen gegen diese wenigen Fans, die manchmal für diese Eskalation sorgen, die richtigen Konsequenzen gezogen werden."

Funkels bittere Rückkehr

Bereits am Freitag hatte Trainer Friedhelm Funkel eine bittere Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte erlebt. Mit seinem neuen Team Alemannia Aachen unterlag Funkel mit 0:1 bei seinem früheren Arbeitgeber VfL Bochum, bei dem er am 14. September nach sieben Spieltagen entlassen worden war.

Aachen bleibt damit auf einem Abstiegsplatz. Der FC St. Pauli hält als Vierter mit 28 Punkten nach dem 2:0 bei Union Berlin Anschluss an die Aufstiegsränge, während Hansa Rostock nach dem 1:1 im Ostduell gegen Energie Cottbus mit zehn Zählern weiter im Tabellenkeller bleibt.