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Düsseldorf - Gerade einmal 27 Tage sind ins Land gegangen, seit Fortuna Düsseldorf mit einem 1:1 bei der SpVgg Greuther Fürth die Saison 2010/2011 abschloss. Doch die kurze Urlaubszeit für die Fußballer ist bereits wieder Geschichte.

Zum Auftakt in die Sommervorbereitung schnürten insgesamt 21 Akteure die Laufschuhe und stellten sich dem Laktattest auf dem roten Tartanoval der "Kleinen Kampfbahn" im Arena-Sportpark.

Freude über Startschuss

"Das ist die schönste Zeit. Wir fangen bei null an und es gibt vorläufig keine Frustrierten", freute sich auch Chefcoach Norbert Meier darüber, dass es endlich wieder losging. Seine Schützlinge hatten bereits am ersten Tag ein durchaus straffes Pensum hinter sich zu bringen - der obligatorische Laktattest stand auf dem Programm, und das beinhaltet eine kernige Laufeinheit.

Mit wechselnder Intensität spulten die Fortuna-Kicker in Dreier- und Vierergruppen Runde um Runde ab, ein jeder ausgestattet mit der obligatorischen Pulsuhr am Handgelenk. Die anzupeilende Geschwindigkeit wurde dabei von einem akustischen Metronom vorgegeben. Sobald ein lauter Piepser über das Gelände pfiff, hatten die Grüppchen den jeweils nächsten der entlang der Laufstrecke postierten Pylonen zu erreichen.

Vor, nach und auch während der Laufeinheit steuerten sie in regelmäßigen Abständen die Dependance des betreuenden Sportlabor-Teams auf der langen Geraden der Tartanbahn an, wo ihnen aus dem Ohrläppchen Kapillarblut entnommen wurde. Aus der Zusammensetzung des Blutes können im Labor Rückschlüsse auf die individuellen konditionellen Daten der Spieler gezogen werden, die in der Folge zu Diagnostik- und Trainingssteuerungszwecken verwendet werden.

Zahlreiche Fans dabei

Wachsam beäugt von einer beträchtlichen Anzahl von Fortuna-Anhängern streiften auch die Neuzugänge Adriano Grimaldi, Robbie Kruse und Robert Almer erstmals die brandneue Trainingskleidung über. Inklusive der beiden U19-Spieler Jeron Hazaimeh und Tugrul Erat kam der Fortuna-Tross insgesamt auf 21 Akteure.

Den Laktattest nachholen muss allerdings unter anderem Karim Aouadhi, der aufgrund von behördlichen Schwierigkeiten die Anreise aus Tunesien nicht antreten konnte. Kapitän Andreas Lambertz und Thomas Bröker fehlten zudem erkrankt. In Claus Costa fehlte ein weiteres angestammtes Mitglied der Fortuna - der Mittelfeldspieler hatte am Freitag seinen Vertrag auf eigenen Wunsch hin aufgelöst und sich dem VfL Osnabrück angeschlossen.

Norbert Meier kommentierte den Abgang gelassen: "Kader verändern sich - das ist normal. Auf der Position von Claus Costa wird keine Neuverpflichtung verfolgen. Wir spielen weiterhin variabel und flexibel."