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Klagenfurt/Köln - Am zweiten Tag des Trainingslagers in Österreich stand für den FC St. Pauli am Donnerstag ein Testspiel auf dem Programm - und das endete erfolgreich.

Nach drei intensiven und einer eher regenerativen Einheit am Nachmittag traten die Hamburger am Donnerstagabend im Sportpark Klagenfurt, einem der Stadien der EM 2008, bei Austria Klagenfurt an.

Chancenarme Anfangsphase

Schon nach wenigen Minuten hatten die Hamburger die erste Torchance der Partie. Einen langen Ball von Markus Thorandt auf die linke Seite leitete Daniel Buballa für John Verhoek in den Strafraum. Der Angreifer zog aus halblinker Position aus der Drehung  ab, doch Austria-Keeper Filip Dmitrovic war zur Stelle und konnte parieren (6.).

Dies sollte in der Anfangsphase aber auch die einzige nennenswerte Szene bleiben, denn beide Mannschaften taten sich schwer, die gegnerische Defensive ernsthaft in Bedrängnis zu bringen.

Nach viel Mittelfeldgeplänkel wurde es dann erst wieder nach gut 20 Minuten gefährlich, als die Vrabec-Elf einen Freistoß aus zentraler Position zugesprochen bekam. Youngster Bentley Baxter Bahn schnappte sich das Leder und zirkelte es, leicht abgefälscht, an die Latte (19.). Wenig später machte es der agile Bahn besser, als er freistehend vor Dmitrovic zu Lennart Thy querlegte und dieser unter Mithilfe des linken Pfosten das 1:0 erzielte (21.).

Verhoek muss verletzt runter

Wie aus dem Nichts fiel dann der Ausgleich für Klagenfurt. Über die rechte Seite konnte sich die Austria durchsetzen und am Ende war es Fabian Miesenböck, der den bis dahin nahezu beschäftigungslosen Philipp Heerwagen aus gut 14 Metern mit einem platzierten Flachschuss keine Chance ließ (28.).

Nach 38 Minuten musste John Verhoek verletzungsbedingt vom Platz, für ihn kam Michael Görlitz in die Partie. Thy rückte für Verhoek in die Spitze, Görlitz auf die linke Seite. Viel sollte in der höhepunktarmen und teils hart geführten Partie nicht mehr passieren, sodass es mit dem 1:1 in die Kabinen ging.

Nach der Pause nahm Vrabec drei Wechsel vor. Für Daniel Buballa, Okan Kurt und Florian Kringe kamen Sebastian Schachten, Dennis Rosin und Kyoung Rok-Choi in die Partie.

Keine spielerischen Höhepunkte

Wie in Halbzeit eins dauerte es keine sechs Minuten, bis St. Pauli die erste Torchance hatten. Nach Pass von Thy kam Rok-Choi im Strafraum an den Ball. Aus gut zwölf Metern drosch er das Leder aber knapp über den Querbalken (51.).

Die Partie blieb weiterhin ohne spielerische Höhepunkte. Einen Impuls sollte dann noch Sebastian Maier geben, der für Bahn in die Partie kam (66.). Am Geschehen auf dem Rasen änderte sich zunächst aber nichts. Vrabec wechselte zweimal aus und schickte Jan-Philipp Kalla für Tom Trybull und Nico Empen für Lennart Thy (75.) ins Rennen.

Empen führte sich gleich bestens ein, bediente Maier, der frei vor Dmitrovic aus halblinker Position das 2:1 erzielen konnte (76.). Nur 60 Sekunden später zog Empen aus der Distanz ab, wenige Zentimeter fehlten zum dritten Treffer (77.). In der Schlussphase konnte die Vrabec-Elf den Vorsprung verteidigen, auch weil Philipp Heerwagen gut gegen Tyrone McCargo reagierte und den erneuten Ausgleich verhindern konnte (85.). Auf der Gegenseite sorgte Kyoung Rok-Choi eine Minute vor dem Schlusspfiff für die Entscheidung, als er allein vor Dmitrovic die Nerven behielt und den Ball im Netz unterbringen konnte (89.).

FC St. Pauli, 1. Halbzeit: Heerwagen – Nehrig, Thorandt, Ziereis, Buballa – Bahn, Trybull, Kurt, Thy – Verhoek (37. Görlitz), Kringe

FC St. Pauli, 2. Halbzeit: Heerwagen – Nehrig (80. Sobiech), Thorandt, Ziereis, Schachten – Görlitz, Rosin, Trybull (75. Kalla), Bahn (66. Maier) – Thy (75. Empen), Rok-Choi