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Simon Pouplin wechselte vor der Saison von Stade Rennes zum SC Freiburg. In der Hinrunde avancierte er sofort zum sicheren Rückhalt der Breisgauer.

In 17 Spielen musste der französische Torhüter nur 18 Mal hinter sich greifen. Der zweitbeste Wert in der 2. Bundesliga.

Pouplin fühlt sich nicht nur deshalb beim SC richtig wohl, wie er gegenüber bundesliga.de verrät. Dass es für die drittplatzierten Freiburger auch mit dem Aufstieg klappt, davon ist der 23-Jährige überzeugt.

bundesliga.de: Herr Pouplin, wie fällt ihr erstes Fazit nach einem halben Jahr beim SC Freiburg aus?

Simon Pouplin: Durchweg positiv. Ich musste in den ersten Spielen erst einmal den Ablauf in der 2. Bundesliga und vor allem die tägliche Arbeit in Freiburg kennenlernen. Für mich war das ja alles neu, weil ich zum ersten Mal in meiner Profi-Karriere zu einem anderen Club gewechselt bin. Aber die Bedingungen sind sehr professionell und gut strukturiert. Mit Sicherheit so gut wie bei der Hälfte aller Teams in der französischen Ligue 1. Ich fühle mich in Freiburg auf jeden Fall pudelwohl.

bundesliga.de: Wo sehen Sie den Unterschied zwischen dem deutschen und dem französischen Fußball?

Pouplin: In Deutschland wird mehr Wert auf die Offensive gelegt. Das ist mir sofort aufgefallen, als ich hier angefangen habe. In Frankreich ist das nicht so. Da wird in erster Linie darauf geachtet, das eigene Tor zu verteidigen.

bundesliga.de: Mit Mohammadou Idrissou, Jonathan Jäger und Yacine Abdessadki haben Sie französisch sprechende Mitspieler im Kader. Haben Sie da bei Ihrem Wechsel drauf geachtet?

Pouplin: Das war nicht ausschlaggebend, aber das hat mir den ganzen Einstieg in Freiburg erleichtert. Als ich noch gar kein Deutsch gesprochen habe, haben sie für mich übersetzt. Jetzt kann ich mich zumindest schon auf dem Fußballplatz verständlich machen. Aber ich muss noch sehr viel lernen, damit ich auch bei den Diskussionen abseits des Fußballplatzes alles verstehen und auch mitreden kann.

bundesliga.de: Sie haben in den 17 Spielen in der Hinrunde nur 18 Gegentreffer kassiert. Sind Sie damit zufrieden?

Pouplin: Das ist sicherlich nicht so schlecht. Aber wir haben den einen oder anderen Fehler gemacht, der nicht hätte sein müssen. Deshalb: Es geht immer noch ein Stückchen besser.

bundesliga.de: Im Sturm hat der SC Freiburg von den vier topplatzierten Teams die wenigsten Tore geschossen. Sehen Sie da ein Problem für die Rückrunde?

Pouplin: Nein, wir haben kein Sturm-Problem. Wir versuchen ja schon, offensiv nach vorne zu spielen. Aber durch kleinere Verletzungen mussten wir im Angriff immer wieder umstellen. Das hatte natürlich Auswirkungen auf unser Spielsystem. Aber es reicht ja auch, wenn wir jedes Spiel 1:0 oder 2:0 gewinnen.

bundesliga.de: Das heißt, dass der SC Freiburg aufsteigt?

Pouplin: Natürlich. Wir haben eine gute Ausgangsposition, um in die Bundesliga aufzusteigen.

Das Gespräch führte Michael Reis