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München - Eintracht Frankfurts Trainer Armin Veh sorgt vor dem Gastspiel bei Schlusslicht Hansa Rostock für ein Kuriosum. Dresden tritt ohne Publikum gegen den FC Ingolsadt an. Energie Cottbus und Eintracht Braunschweig treffen sich zum Mittelfeldduell (alle Sonntagsspiele, ab 13:15 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

Am Donnerstag schwänzte Eintracht-Coach Armin Veh überraschend die obligatorische Pressekonferenz und schickte stattdessen seinen Co-Trainer Reiner Geyer vor die Journalisten. "Armin Veh ist heute kurzfristig verhindert", sagte Ruth Wagner, die stellvertretende Pressesprecherin der Eintracht, ohne einen Grund für die Abwesenheit von Veh zu nennen.

Co-Trainer Geyer warnte vor einer zu laxen Einstellung gegen den Tabellenletzten. Den Gegner am Tabellenrang zu messen, sei der falsche Ansatz. "Wir fahren nach Rostock, um unser Ding zu machen, um da anzuknüpfen, wo wir gegen Cottbus aufgehört haben." Verzichten muss die Eintracht auf Karim Matmour (Leistenzerrung). Hansa Rostocks Trainer Wolfgang Wolf gibt sich vor dem Duell mit den Hessen keinen Illusionen hin: "Eintracht ist nicht nur ein klarer Aufstiegsfavorit, sondern stellt auch das kopfballstärkste Team der Liga und hat die meisten Auswärtstore erzielt", sagte der Coach.

Trotzdem glaubt er an die Außenseiterchance, "wenn wir ohne Angst auftreten. Wir müssen die Räume eng machen und den Gegner in Zweikämpfe verwickeln, wenn wir die geballte Angriffswut der Frankfurter unterbinden wollen". Verzichten muss er auf Edisson Jordanov (Pferdekuss) und Lucas Albrecht (Knöchelverletzung). Angst hat der Hansa-Trainer vor der Begegnung mit dem Tabellenzweiten nicht, eher im Gegenteil: "Ich freue mich schon auf den Sonntag. Da kann die Mannschaft zeigen, was sie wirklich drauf hat. Wir werden mit unseren Mitteln versuchen, der Eintracht das Leben so schwer wie möglich zu machen und sie zu Fehlern zu zwingen."



Schiedsrichteransetzungen

Dynamo Dresden steht zum zweiten Mal in dieser Saison vor einem "Geisterspiel" ohne Zuschauer, bereits die Partie gegen Rostock fand ohne Publikum statt. Ende Februar hatte das DFB-Sportgericht den Pokalausschluss Dynamos wegen der Krawalle beim Zweitrundenspiel in Dortmund in ein "Geisterspiel" ohne Publikum umgewandelt. Das Team von Ralf Loose will trotz der Umstände gegen die abstiegsbedrohten Gäste den dritten Sieg in Folge feiern.

Ingolstadts Trainer Tomas Oral kommt entgegen, dass das Spiel vor leeren Rängen stattfindet. "Bei der Fankultur, wie sie Dresden hat, kann es ein Vorteil für uns sein, dass keine Zuschauer im Stadion sind", sagte der FCI-Coach, dessen Team in der Rückrunde noch ungeschlagen ist. Die Entwicklung, die Ingolstadt genommen hat, ist bemerkenswert: In der Hinrunde hatten die Schanzer noch nicht einmal zwei Spiele in Folge ohne Niederlage überstanden.

Dresden fehlen weiterhin die Langzeitverletzten: Dennis Eilhoff, Wolfgang Hesl, Marcel Heller und Marcel Franke befinden sich im Reha-Training. Maik Kegel und Toni Leistner laborieren an Sprunggelenksproblemen. Ingolstadt muss ohne Fabian Gerber (Reha), Malte Metzelder (Reha) und Moritz Hartmann (Innenbandriss im Knie) auskommen.



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Die Ankündigung klingt verlockend für die Fans des FC Energie Cottbus. Trainer Rudi Bommer stellt einen "stürmischen Beginn" in Aussicht. Cottbus gewann nur eines der letzten neun Spiele, diese Bilanz wollen die Lausitzer verbessern. Bommer stellt seine Mannen offensiv ein, will aber die Defensive nicht vernachlässigen. "Braunschweig hat mitunter zu Spielbeginn Probleme sich zu sortieren, so schon mehrere Gegentore bekommen. Das wollen wir möglichst nutzen. Wir sind zuletzt gut rein gekommen in die Spiele, ob in Frankfurt, gegen Aue oder auch in Karlsruhe. Nun gilt es, die Dominanz auf dem Feld in Zählbares umzumünzen", sagte der FCE-Trainer, der aber nicht vergisst: "Braunschweig ist bei Kontern brutal gefährlich." Bei den Cottbusern selbst drückt der Schuh nach wie vor in der Offensive. Nun fehlen auch noch Daniel Adlung und Leo Bittencourt gesperrt. Auf den Außenbahnen könnte Jules Reimerink zum Einsatz kommen.

Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht ist sich vor dem Gastspiel in er Lausitz sicher: "Das Stadion der Freundschaft wird auf dem Platz am Sonntag für 90 Minuten nicht viel von Freundschaft erkennen lassen." Lieberknecht geht davon aus, dass sein Team nach dem 3:2-Heimerfolg gegen Rostock mit Selbstvertrauen in die Partie geht.

Die schwache Bilanz der Cottbuser will er nicht überbewerten: "Die Ergebnisse können wir natürlich eigentlich in die Tonne kloppen, denn die Mannschaft wird ein völlig anderes Gesicht zeigen." Personell kann Lieberknecht aus dem Vollen schöpfen. Alle Akteure bis auf die Langzeitverletzten Matthias Henn und Steffen Bohl sind fit. "Ich habe in dieser Woche wirklich extremst die Qual der Wahl, einen 18er-Kader zu benennen", sagte der Übungsleiter.



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