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Wenn Arminia Bielefeld am Montagabend zum Spitzenspiel der 2. Bundesliga gegen den 1. FC Kaiserslautern die SchücoArena betritt (ab 20 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio!), dürften viele Fans der Ostwestfalen mit Wehmut an die erste Begegnung beider Teams in dieser Saison zurückdenken.

Am 14. Spieltag war die Partie auf dem Betzenberg gleichzeitig das Duell das Tabellenersten (FCK) gegen den Zweiten (Bielefeld). Inzwischen haben sich die Wege der beiden Traditionsclubs in der Tabelle aber getrennt.

Nur sechs Siege seit dem Hinspiel

Ende November köpfte Sidney Sam die Lauterer zum 1:0-Sieg gegen die Arminia. Seitdem hat die nur noch sechs Ligaspiele gewonnen. Interimscoach Frank Eulberg bleibt vor dem erneuten Aufeinandertreffen auch nur noch, Lob an den Gegner auszusprechen. "Der 1. FC Kaiserslautern ist mit Abstand die beste Mannschaft der 2. Bundesliga und steht mit Recht an der Spitze", sagt Eulberg.

An die Spitze, da wollten seine Spieler vor der Saison auch hin. Nach dem1:3 am vergangenen Spieltag beim TSV 1860 München sind die Aufstiegschancen nur noch theoretischer Natur. Den Punktabzug zum Saisonende (vier Zähler) eingerechnet liegt die Arminia vier Spiele vor Saisonende zwölf Punkte hinter dem Relegationsplatz. "Die Spieler wollen zeigen, dass sie auf dem gleichen Niveau wie der Gegner spielen", erklärt Eulberg die Motivation seines Teams.

Außenverteidiger fehlen der Arminia

Beim Versuch, den ersten Heimsieg gegen den FCK seit 27 Jahren (im September 1983 gab es ein 3:2) einzufahren, müssen die Bielefelder allerdings ohne ihre etatmäßigen Außenverteidiger auskommen. Michael Lamey (Grippe) und Arne Feick, der beim Samstagstraining einen Schlag aufs Knie bekam, fallen aus, zudem fehlt Mittelfeldmotor Rüdiger Kauf (starke Wadenprellung). Ebenfalls nicht dabei sind Michael Delura und Radim Kucera.

Wieder zurückgreifen kann Frank Eulberg auf Jonas Kamper zurückgreifen, der nach seiner langen Verletzungspause wieder fit ist. Auf den Außenbahnen kommen Nils Fischer oder Assimiou Toure als Alternativen für Lamey und Markus Schuler als Ersatz für Feick in Frage.

Kurz kommt noch nicht aus der Reserve

Der Tabellenführer aus der Pfalz gewann nur eine seiner letzten vier Partien - und steht trotzdem noch überlegen auf Platz 1. Gewinnt der FCK in Bielefeld, hat er drei Spiele vor Saisonende schon acht Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Von vorzeitigen Aufstiegsfeierlichkeiten will Trainer Marco Kurz trotzdem nichts wissen.

"Wir haben eine gute Ausgangsposition, diese wollen wir behaupten", sagt er lediglich, weiß aber auch: "Wenn wir die nötigen Punkte einfahren, kann uns keine Mannschaft mehr einholen."

Nach dem 1:1 am 30. Spieltag gegen Union Berlin freuen sich die Pfälzer vor allem auf einen Gegner, dessen Fokus mit Zweitliga-Topspielern wie Giovanni Federico oder Oliver Kirch auf dem Spiel nach vorne liegt.

Mandjeck wieder mit dabei

Personell bietet sich kurz eine weitere Alternative. Georges Mandjeck hat seine Gelbsperre abgesessen und bietet sich ebenso für einen Platz im zentralen Mittelfeld an wie Bastian Schulz, der gegen Union sein Comeback feierte. "Es ist schön, dass ich einige Alternativen habe. Jeder Spieler muss sich im Training beweisen und präsent sein. Letztendlich entscheiden allein die Trainingseindrücke, wer spielt", erklärt Marco Kurz.

Ein Selbstläufer ist in Kaiserslautern also nicht einmal die Mannschaftsaufstellung. Ein entscheidender Schritt zum Traumziel Aufstieg wäre ein "Dreier" in Bielefeld aber allemal.


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