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München - Ein halbes Jahr lang liegt die letzte Niederlage von Fortuna Düsseldorf zurück. Am 18. März unterlagen die Rot-Weißen im Derby in Duisburg mit 0:1. Seither sind die Düsseldorfer saisonübergreifend seit 18 Spielen ungeschlagen. Kaum einer zweifelt daran, dass diese Serie auch nach dem kommenden Heimspiel gegen Hansa Rostock Bestand haben wird. Doch genau darin liegt die Gefahr für den Tabellen-Dritten.

In den weiteren Freitagabendspielen des 12. Spieltags empfängt der TSV 1860 München den SC Paderborn und der Karlsruher SC spielt zuhause gegen den VfL Bochum (alle Spiele ab 17:45 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

Fortuna Düsseldorf - Hansa Rostock

Mit einem Sieg winkt der Fortuna Rang 1 - zumindest für eine Nacht. Vor allem in der heimischen ESPRIT-Arena lief es für die Rheinländer zuletzt rund. Seit 19 Heimspiele ist die Elf von Trainer Norbert Meier zuhause ungeschlagen, die vergangenen neun Heimpartien hat die Fortuna sogar allesamt gewonnen. Beste Vorraussetzungen also, doch Meier warnt seine Mannen vor Überheblichkeit. "Wer auch nur im Ansatz glaubt, dass der Gegner so im Vorbeigehen zu besiegen ist, für den wird es ein böses Erwachen geben", sagt der Übungsleiter und fügte hinzu: "Ich habe den Eindruck, dass sie sich meine Warnung zu Herzen nehmen." Personelle Probleme hat der Fußball-Lehrer nicht zu beklagen. Er kann gegen die Hanseaten aus dem Vollen schöpfen.

Die Partie gegen Fortuna Düsseldorf ist für Trainer Peter Vollmann ein Spiel wie jedes andere: "Auch in diesem Spiel haben wir etwas zu verlieren. Und zwar drei Punkte", macht der Hansa-Coach deutlich, dass seine Mannschaft trotz der enormen Heimstärke und der langen Erfolgsserie der Fortuna durchaus mit Ambitionen an den Rhein reist: "Von dieser Serie dürfen wir uns nicht zur sehr beeindrucken lassen. Es gibt kein Naturgesetz, das besagt, dass Düsseldorf kein Heimspiel mehr verlieren wird. Auch diese Mannschaft kann man einmal auf dem falschen Fuß erwischen." Während Dominic Peitz und Tobias Jänicke inzwischen wieder ins Training eingestiegen sind und wohl auch am Freitag zur Verfügung stehen, droht Mannschaftskapitän Sebastian Pelzer weiterhin auszufallen. Auch das Comeback von Marek Mintal wird sich weiter verschieben.




TSV 1860 München - SC Paderborn

Drei Mal in Folge haben die "Löwen" zuletzt den Platz als Verlierer verlassen. Ausgerechnet jetzt sind die auswärtsstarken Paderborner zu Gast in der Allianz-Arena. "Die Paderborner werden sicher nicht unterschätzt - auch nicht von den Fans. Von 21 Punkten haben sie 13 auswärts geholt. Das spricht für die Mannschaft", warnt 1860-Trainer Reiner Maurer vor dem kommenden Gegner. Dennoch sind drei Punkte für die Weiß-Blauen auch gegen die Domstädter das Ziel. "Wir haben die Qualität dazu", meint Maurer, "bis auf das Spiel gegen Dresden haben wir gezeigt, dass wir zu Hause jeden Gegner schlagen können. Die Mannschaft ist hungrig, will zeigen, dass sie gewinnen kann." Gegen Paderborn kann der Übungsleiter wieder auf Kai Bülow, der seine Rot-Sperre verbüßt hat, und Stefan Aigner (Hexenschuss) zurückgreifen. Ansonsten appelliert Maurer an den Kampfgeist der Spieler. "Wenn wir Bälle verlieren, müssen wir mit Leidenschaft hinteher gehen. Das erwarte nicht nur ich, sondern auch die Zuschauer."

Vor Selbstvertrauen strotzt momentan der Gegner aus Paderborn. Nach vier Siegen in Folge kletterten die Ostwestfalen auf Rang 5. Und auch der jüngste Auftritt in der Allianz-Arena ist noch in bester Erinnerung, gewannen die Paderborner doch mit 1:0. Vor allem durch schnelles Umschalten will der SCP die Münchner in Bedrängnis bringen. "Ich bin überzeugt davon, dass wir ein richtig gutes Spiel machen werden und auch gewinnen können", blickt Trainer Roger Schmidt auf die Partie am Freitagabend. In personeller Hinsicht gibt es für Schmidt derzeit zwei Fragezeichen. Die leicht erkrankten Enis Alushi (Foto) und Daniel Brückner sind am heutigen Mittwoch wieder in das Mannschaftstraining eingestiegen. Sie sollen ebenso im Kader stehen wie Sören Gonther, bei dem es nach der Muskelverletzung einen Aufwärtstrend gibt.




Karlsruher SC - VfL Bochum

Seit acht Partien sieglos ist der Karlsruher SC. Die Folge: Absturz auf Rang 16. Der Abstiegskampf hat für die Badener längst begonnen. Im Heimspiel gegen den VfL Bochum soll endlich wieder ein "Dreier" her. "Wir wollen an die Tagesform anknüpfen, die wir beim letzten Heimspiel gegen Greuther Fürth gezeigt haben", sagt Trainer Rainer Scharinger. Verzichten muss er auf jeden Fall auf Dennis Kempe, der nach seiner fünften gelben Karte für die Partie gesperrt ist, sowie auf die Langzeitverletzten Andrei Cristea, Louis Ngwat-Mahop, Marcus Piossek und Thomas Konrad. Der Einsatz von Kapitän Alexander Iashvili, der aufgrund einer Erkältung mehrere Tage pausieren musste, entscheidet sich erst in den letzten Trainingseinheiten. Die zuletzt verletzten Marco Terrazzino und Moses Lamidi sind dagegen möglicherweise Optionen für die Partie.

Beim Duell in Karlsruhe begegnen sich zwei Mannschaften auf Augenhöhe. Das sei tabellarischer Fakt, wie Bergmann angesichts von lediglich zwei Punkten Vorsprung seines Teams auf den KSC zugibt. "Wir richten den Fokus auf unser Spiel. Wir wollen den Charakter der Mannschaft dahingehend verändern, dass sie mit noch größerer Überzeugung und noch mehr Zutrauen in die eigenen Aktionen agiert." Bei den Gästen gibt es noch einige personelle Fragezeichen. Matias Concha, Patrick Fabian, Philipp Bönig und Denis Berger kommen für den Einsatz bei den Badenern definitiv nicht infrage, und auch bei Mimoun Azaouagh (Kniereizung) und Kevin Vogt (Rückenprobleme) ist die Wahrscheinlichkeit des Mitwirkens äußerst gering. Ebenfalls nicht so gut sieht bei Christoph Kramer (Fußprellung) und Daniel Ginczek (Grippe) aus.