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Am Freitag (2. Januar) wurden ihm die Fäden gezogen, gestern raste er wieder über die rechte Seite. Die Fans der TuS Koblenz rieben sich beim Trainingsauftakt im Stadion Oberwerth am Samstag verwundert die Augen, als Du-Ri Cha den Rasen betrat.

Nach seiner Schienbein-Schnittwunde aus dem letzten Auswärtsspiel beim FC St. Pauli stand der Südkoreaner schon wieder auf dem Platz. Vor zwei Wochen hatte Cha noch Gips getragen. Kein Wunder, denn seine Risswunde am linken Schienbein war immerhin 15 Zentimeter groß.

Blick auf den Knochen

"An den Zusammenstoß mit Matthias Hain werde ich mich mein Leben lang erinnern. Das war schon ein komisches Gefühl, plötzlich auf seinen Knochen zu blicken", blickt Du-Ri Cha zurück. In der Hamburger Uniklinik wurde Du-Ri Chas Wunde schließlich zusammengenäht. In den anschließenden Wochen wurde er optimal von TuS-Arzt Thomas Hörsch behandelt.

"Ich bin unserem Doc sehr dankbar. Ohne seine Hilfe wäre ich noch ausgeflippt. Er hat mich beruhigt und immer wieder erzählt, dass er schon viel schlimmere Unfälle gesehen hat", sagt Du-Ri, Beim Trainingsauftakt war der südkoreanische Nationalspieler wieder dabei. Der frisch verheiratete TuS-Spieler erschien neu gestylt mit einer schnittigen Kurzhaarfrisur und gab auch schon wieder auf dem Rasen Gas.

"Bei den Zweikämpfen habe ich mich noch zurückgehalten. Aber ich bin froh, überhaupt wieder dabei zu sein. In ein paar Wochen bin ich wieder der Alte. Die nächsten Schienbeinschoner werden eine Nummer größer ausfallen", schmunzelte Du-Ri Cha.