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München - Nur mit einem Sieg kann Dynamo Dresden im Aufeinandertreffen mit dem VfL Bochum an dem Revierclub in der Tabelle der 2. Bundesliga vorbeiziehen. Ob die Sachsen sich nun gegen die Westfalen durchsetzen oder nicht - große Auswirkungen auf die Tabellenkonstellation wird das Ergebnis vermutlich nicht haben (Fr., ab 20:15 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

Mit dem VfL Bochum und Dynamo Dresden treffen zwei Mannschaften aus dem gesicherten Mittelfeld aufeinander.

Dynamo mit schlechter Bilanz in Bochum

Beide Teams gingen mit einer gemeinsamen Besonderheit in die aktuelle Saison - zwei Relegationsspiele bereiteten den Weg für die 2. Bundesliga. Während der VfL sich in der Relegation gegen Borussia Mönchengladbach im Kampf um den Aufstieg nicht durchsetzen konnte und im Unterhaus verweilen musste, qualifizierte sich Dynamo gegen den VfL Osnabrück für die 2. Bundesliga.

Am Freitagabend haben die Dresdner die Möglichkeit, durch einen Sieg in der Tabelle an Bochum vorbeizuziehen. Dabei hat Dynamo in den vier bisherigen Duellen beim VfL noch kein Spiel für sich entscheiden können. 1992 reichte es im "Oberhaus" wenigstens zu einem 2:2-Unentschieden. Bei der letzten Begegnung in Bochum im September 2005 klingelte es kurz vor Schluss im Kasten der "Schwarz-Gelben", die sich am Ende mit 0:1 geschlagen geben mussten. Der Heimsieg im Hinspiel, als Neuzugang Muhamed Subasic die Gäste mit zwei Toren wieder nach Hause schickte, war der erste Pflichtsieg der Dresdner gegen den VfL überhaupt.

Dennoch ist Dresden beim Auswärtspiel in Bochum einiges zuzutrauen. Nur eines der vergangenen sieben Spiele ging verloren. In der Rückrunde sammelten nur 1860 München und Paderborn mehr Punkte (15 bzw. 13) als Dynamo Dresden (elf). "Wenn es uns gelingt, den Gegner zu kontrollieren, können wir auch unsere Stärken in der Offensive ausspielen. Schaffen wir es, einen frühen Rückstand wie in Paderborn zu vermeiden, ist vielleicht auch mehr drin", sagt Ralf Loose vor dem Spiel gegen die Westfalen.

Verletzungssorgen auf beiden Seiten

Allerdings gestaltet sich die Personalsituation der Sachsen schwierig: Auf Dennis Eilhoff (Kapselverletzung), Wolfgang Hesl (Syndesmosebandriss) und Marcel Franke (Bauchmuskelverletzung) muss Ralf Loose definitiv verzichten. Mit Zlatko Dedic, Mickael Pote und Vujadin Savic konnten gleich drei wichtige Akteure durch ihre Länderspielreise nicht mit der Mannschaft trainieren. "Wir müssen abwarten und erst dann entscheiden wir, wer in die Startelf rückt", macht sich Loose bis zum Schluss Gedanken über die Aufstellung.

Beim VfL Bochum stehen ebenfalls einige Leistungsträger nicht zur Verfügung. Slawo Freier ist aufgrund seiner fünften Gelbe Karte gesperrt und Faton Toski sitzt seine Gelb-Rot-Sperre aus dem Spiel gegen Greuther Fürth ab. Zudem fehlen Michael Delura, Patrick Fabian (beide Kreuzbandriss), Mirkan Aydin (Wadenbeinbruch), Daniel Ginczek (Innenbandriss) und Philipp Bönig (Aufbautraining). Trotz aller Sorgen kündigt Trainer Andreas Bergmann mutigen Angriff an: "Wir jammern nicht und werden die Dinge so annehmen, wie sie sind. Wir werden voll auf Sieg spielen!"



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