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Durch den Augsburger Sieg gegen Duisburg haben sich die Düsseldorfer Aussichten, am Saisonende auf Platz 3 zu stehen, zwar verschlechtert, gegen 1860 München will die Fortuna aber dennoch alles versuchen. Oberhausen will sich gegen Cottbus weiter von der Abstiegszone absetzen, Ahlen seinen Fans gegen Aachen trotz des bevorstehenden Abstiegs etwas bieten (alle Sonntagsspiele ab 13:15 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

Fortuna Düsseldorf - TSV 1860 München

Düssledorfs Chefcoach Norbert Meier zeigte sich im Vorfeld der Partie gegen den TSV 1860 München von der angriffslustigen Seite. "Wir werden alles Menschenmögliche probieren, um so lange es nur geht da oben dran zu bleiben." Damit hat der 51-Jährige die Zielsetzung für die kommenden vier Spiele in der 2. Bundesliga nochmals klar definiert. Es gelte Druck auf den Tabellendritten aus Augsburg aufzubauen, der allerdings sein erstes von vier Endspielen gegen Duisburg gewann.

Vor dem Gegner am kommenden Sonntag warnte Meier seine Mannschaft indessen eindringlich. 1860 München sei eine sehr aggressive und zweikampfstarke Mannschaft, die sich gerade im Aufwind befinde, was der 5. Platz in der Rückrundentabelle eindrucksvoll belegt. Einen persönlichen Eindruck von der formidablen Form der Münchner "Löwen" hatte sich der oberste Übungsleiter erst zuletzt beim Auswärtsspiel des Tabellensiebten in Duisburg gemacht.

In der Personalabteilung der Fortuna herrscht derzeit allerdings dezente Alarmstufe. Nach den schon länger feststehenden Ausfällen von Fabian Hergesell, Axel Lawarée, Deniz Kadah und Dmitri Bulykin, ist auch der Einsatz der beiden Leistungsträger Bamba Anderson und Martin Harnik am Sonntag mehr als fraglich. Anderson plagen noch die Folgen seines Fahrradsturzes. Harnik klagt über Probleme im Oberschenkel.

Lovin erstmals wieder auf der Ersatzbank?

1860-Coach Lienen erwartet eine äußerst schwere Aufgabe bei der Fortuna. "In der Mannschaft steckt viel Potential. Es ist eine tolle Entwicklung, die der Club genommen hat. Dazu die 'Traumarena' mit 50.000 Zuschauern. Ich bin mir sicher, dass die Mannschaft alles geben wird, um die Minimalchance auf den Aufstieg zu wahren, und mit der letzten Konsequenz ins Spiel geht."

Definitiv ausfallen werden Daniel Bierofka und Mathieu Beda sowie Manuel Schäffler, der wegen seiner Roten Karte bei der U 23 am Sonntag zum letzten Mal pausieren muss. Auch bei Antonio Rukavina ist ein Einsatz wegen seiner Schulterverletzung eher unwahrscheinlich.

Ein kleines Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Djordje Rakic, der mit leichten Rückenproblemen am Donnerstag das Training abbrechen musste. Sollte er ausfallen, würden die Chancen für Florin Lovin steigen, erstmals nach seinem Kreuzbandriss auf der Bank zu sitzen. "Er ist diese Woche wieder ein Stück nach vorne gekommen, was Aggressivität und Zweikampfstärke angeht. Aber alle auf der Bank sind in guter Verfassung. Es wäre nicht leicht, jemand wegzunehmen."

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Rot-Weiß Oberhausen - Energie Cottbus

Vor dem Heimspiel gegen Cottbus bleibt RWO das Verletzungspech treu. Defensivspieler Esad Razic fällt mit einem Muskelfaserriss im Oberschenkel die nächsten zwei Wochen aus. Auf Mittelfeldspieler Oliver Petersch muss RWO gar bis zum Saisonende verzichten. Bei dem 20-Jährigen, der seit zwei Wochen mit nicht genau zu definierenden Rückenproblemen ausgefallen war, wurde von einem Spezialisten eine rheumatische Erkrankung im Rücken diagnostiziert.

"Ich erwarte nach dem Frankfurt-Spiel, dass sich die Mannschaft rehabilitiert, denn ein solches Spiel kann man als Sportler nicht so stehen lassen, es muss eine Reaktion kommen", forderte RWO-Trainer Hans-Günter Bruns nach dem 0:1 beim FSV und setzt gegen die Lausitzer auf die wiedergewonnene Heimstärke: "Um Cottbus zu schlagen, müssen wir aber alles abrufen, denn diese Mannschaft schlägt man nicht im Vorbeigehen. Wenn wir an unsere Leistung wie beim Sieg gegen Kaiserslautern anknüpfen, dann können wir allerdings jeden Gegner im Stadion Niederrhein besiegen."

Für den wegen seiner fünften Gelben Karte gesperrten Moritz Stoppelkamp wird Mike Terranova in den Angriff rücken. Ebenfalls gegen Cottbus im RWO-Kader sind die genesenen Daniel Embers, der Razic‘ Platz hinten links einnehmen wird, Timo Uster und Markus Heppke.

Wollitz: "Wir haben nichts zu verschenken"

Energie-Trainer Pele Wollitz findet das "Malocher-Image" von Rot-Weiß Oberhausen zwar sympathisch. Doch im Profifußball ist kein Platz für Sentimentalitäten: Der FCE will am Sonntag gewinnen. "Wir haben nichts zu verschenken", betont der Coach und schickt in Oberhausen deshalb die bestmögliche Mannschaft auf das Spielfeld. Gerhard Tremmel wird das Tor hüten und voraussichtlich auch Markus Brzenska wieder dirigieren. Der Innenverteidiger soll nur knapp eine Woche nach seiner Operation des gebrochenen Mittelhandknochens auflaufen. "Aber nur, wenn er in den beiden letzten Trainingseinheiten auch unter Wettkampfbedingungen bestätigt, dass es wirklich geht", so Wollitz.

Fehlen werden auf jeden Fall Stiven Rivic, Sascha Dum und Thomas Franke. Der Torschütze zum 1:0 der Vorwoche ist nach fünf Gelben Karten gesperrt, Sascha Dum zog sich im Training einen Muskelfaserriss im linken Oberschenkel zu und Thomas Franke hat nach seiner Nasen-Operation Spielverbot. Denkbar ist, dass Alexander Bittroff wieder von Beginn an zum Zuge kommt und Adam Straith in die Innenverteidigung rückt, sofern Markus Brzenska doch noch nicht von Beginn an spielen kann. Ins Mittelfeld kehrt nach aktuellem Stand Marco Kurth nach abgesessener Gelb-Sperre zurück.

"Das heißt aber nicht, dass Clemens Fandrich dann draußen sitzt. Er kann auch wie in München rechts beginnen. Oder wir spielen mit einer Raute, auch das traue ich dem Team zu", ließ Wollitz die taktische Grundaufstellung offen. Den Schwung der jüngsten Erfolgsserie will das Team unbedingt mitnehmen. "Die Stimmung ist hervorragend. In der Stadt, in der Mannschaft. Das wollen wir nicht herschenken und das Positive ins Negative umwandeln", erklärte Wollitz.

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Rot Weiss Ahlen - Alemannia Aachen

Rein rechnerisch ist der Abstieg für RWA bei elf Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz noch nicht besiegelt, doch selbst die Vereinsverantwortlichen haben einen Verbleib in der 2. Bundesliga abgehakt. Stattdessen laufen bereits die Planungen für die 3. Liga, Trainer Christian Hock wird dann allerdings nicht mehr dabei sein. "Wir wollen den Abstieg nutzen, um uns sportlich neu aufzustellen. Zur Vorbereitung auf die neue Saison benötigen wir frischen Wind und dazu gehört nun mal ein Schnitt, auch wenn es uns menschlich gesehen für Christian Hock sehr leid tut, da er hervorragend ins Umfeld passte", sagte Präsident H.-J. Gosda.

"Wir haben in den letzten Wochen kein gutes Bild abgegeben. Deshalb wollen wir den Fans in unseren letzten Spielen wenigstens noch einmal zeigen, wozu wir fähig sind", sagte Hock, der im vorletzten Heimspiel der Saison weder auf Mohammed Lartey (Zerrung), Thomas Bröker (Reha), David Blacha (Bänderriss) noch Momar N'Diaye (Wadenbeinbruch) zurückgreifen kann.

Wenig personeller Spielraum für Krüger

Für die Alemannia geht es nicht um Wiedergutmachung für das 0:2 im Hinspiel, ließ Trainer Michael Krüger verlauten. "Die desolate Leistung vor einem halben Jahr ist nicht wieder gut zu machen. Vielmehr muss den Spielern bewusst sein, dass so etwas in keinem Fall noch mal passieren darf", sagte Krüger, der dementsprechend einen Sieg von seiner Mannschaft einfordert. "Die Mannschaft wird sich nicht die Blöße geben wollen, zwei Mal in der Saison gegen den Tabellenletzten zu verlieren. Denn das wäre ein unbeschreibliches Eigentor", sagt der Trainer. Ausreden gebe es keine. Entscheidend sei, dass man die Bedingungen, auf einem Platz zu spielen, der für Fußball zwar ungeeignet sei, annimmt und nicht im Vorfeld jammert. "Drei Punkte. Ende. Aus die Maus", bringt es Krüger auf den Punkt.

Der personelle Spielraum ist begrenzt und der Kader ergibt sich quasi von selbst. Neben den Langzeitverletzten steht nach wie vor Timo Achenbach, der sich im vergangenen Heimspiel einen Bänderanriss zugezogen hatte, nicht zur Verfügung. Am Donnerstag hat sich die Verletztenliste zudem um zwei Spieler verlängert.

Für Thorsten Burkhardt ist die Saison aufgrund eines Syndesmosebandrisses beendet. Mirko Casper wird wegen eines Muskelfaserrisses in der Bauchmuskulatur mindestens zwei Spiele ausfallen. Daniel Adlung, der im Freitagstraining einen Ball aus einem Meter Entfernung aufs Auge bekommen hatte und verschwommen sah, musste zwar zum Arzt, wird am Sonntag aber wohl einsatzfähig sein. "Eine Änderung in der Startformation steht definitiv fest: Mirko Casper fällt aus und dafür wird Nico Herzig wieder zurückkehren. Abdul Özgen ist auch eine ernsthafte Alternative", so der Coach.

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