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Braunschweig - Es hätte sicher ein leichterer Auftakt für den 1. FC Köln zum Start in die 2. Bundesliga sein dürfen. Ein Auswärtsspiel bei Eintracht Braunschweig gehört gewiss zu den größeren Prüfungen im Unterhaus. Somit wird der neue Trainer Holger Stanislawski zumindest von Beginn an wissen, wo sich seine Mannschaft einzuordnen hat.

Doch auch für Eintracht Braunschweig wird das Spiel gegen den Bundesliga-Absteiger (ab 15:15 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio) zur Standortbestimmung, die Auskunft über den wahren Leistungsstand der "Löwen" gibt. "Es wird sicherlich eine intensive Partie. Der FC steckt mitten im Umbruch. Die Mannschaft ist mit der aus der vergangenen Saison gar nicht mehr zu vergleichen", sagte Braunschweigs Kapitän Dennis Kruppke.

Fokus auf dem eigenen Spiel



Trotz des großen Respekts gegenüber dem Gegner will Trainer Torsten Lieberknecht vor allem sehen, dass sich sein Team auf sich selbst konzentriert. "Der 1. FC Köln hat nach wie vor viele erstligaerfahrene Akteure in den eigenen Reihen." Man habe die "Geißböcke" intensiv beobachtet und analysiert. "Trotzdem, der Fokus liegt auf unserem Spiel", erklärte Lieberknecht.

Neben den Langzeitverletzten Matthias Henn und Björn Kluft wird definitiv auch Steffen Bohl fehlen. Zudem haben mit Oliver Petersch und Jan Washausen noch zwei Akteure Trainingsrückstand, nachdem sie einen Teil der Vorbereitung verpasst hatten.

"Die Leistungsdichte und der Konkurrenzkampf bei uns sind enorm hoch. Es wird keine Entscheidung gegen, sondern für Spieler sein", hob der Pfälzer hervor, der sich sehr auf die Partie gegen die Domstädter freut. "Es ist ein Duell zweier Traditionsvereine vor ausverkauftem Haus. Klasse, dass es solch ein Spiel zum Auftakt gibt."

Stanislawski hofft auf Initialzündung



Für Stanislawski ist Konstanz der Schlüssel, um in der 2. Bundesliga zu bestehen und seine Ziele zu erreichen. "Wir brauchen einen langen Atem", sagt der 42-Jährige. Umso wichtiger ist für den FC ein erfolgreicher Start in die Saison - in einem Duell auf Augenhöhe: "Wir wissen, dass Braunschweig in der letzten Saison ein sehr, sehr gutes Jahr gespielt hat und gerade zuhause sehr unangenehm zu spielen ist", so der Chefcoach.

Von einem Sieg im ersten Pflichtspiel der Saison verspricht sich der Trainer einen Schub für die gesamte Saison. "Danach wissen wir, wo wir stehen, wo müssen wir ansetzen, wo müssen wir weitermachen", meint Stanislawski. Entscheidend sei zu wissen, dass man am "1. Spieltag weder aufgestiegen, noch abgestiegen ist." Nicht auflaufen können die beiden verletzten Neuzugänge Tobias Strobl und Thomas Kessler sowie Christian Clemens.

Schenkt man der Statistik glauben, dürfte der FC als klarer Favorit am Sonntag in die Partie gehen. Denn Köln hat keines der vergangenen zwölf Pflichtspiele gegen die Eintracht verloren (sieben Siege, fünf Remis) - den letzten Braunschweiger Sieg gab es im Februar 1980 (2:1).




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