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Mit einem Sieg im Spitzenspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth kann Mainz 05 am Freitag den 1. Platz in der 2. Bundesliga festigen. Mit einem "Dreier" überwintert das Team von Jörn Andersen an der Tabellenspitze (Erleben Sie die Freitagspartien ab 17:45 Uhr im Live-Ticker / Liga-Radio).

Eigentlich sollten sich die Fans auf diese Partie freuen, denn es stehen sich die besten Offensivteams der Liga (beide 32 Tore) gegenüber.Aber die Mainzer Fans haben ein flaues Gefühl im Magen, wenn sie an Fürth denken. 1:2, 0:3, 1:3, 1:3, 1:3, 0:2, 1:1, 2:3 und 1:3 sind die jüngsten Ergebnisse gegen die Gäste.

Feulner ist gesperrt

Ähnlich bescheiden liest sich die komplette Zweitligabilanz: 4 Siege, 2 Remis, 14 Niederlagen. Der bisher letzte Sieg gegen den Angstgegner, ein 1:0, datiert vom 24. September 2000. "Wir reden uns einfach ein, dass Kloppo Schuld ist", witzelte der Manager Christian Heidel, bevor er unmissverständlich klarstellte: "Das ist ein Thema für die Medien. Damit befassen wir uns nicht."

Womit sich die Mainzer allerdings beschäftigen müssen, ist der Fakt, dass der Tabellenführer aus seinen jüngsten drei Heimspielen nur zwei Zähler eingefahren hat. Zu wenig für die Ansprüche. Und jetzt fällt auch noch Markus Feulner aus.

Wer den Mittelfeldspieler auf dem Rasen ersetzen wird, darüber schwieg sich der Mainzer Coach aus. "Milorad Pekovic und Elkin Soto würden sich anbieten. Aber mal schauen, ich habe ja noch zwei Nächte Zeit darüber zu schlafen. Vielleicht fällt mir auch was ganz Verrücktes ein", so Andersen.

Mainz ist der Lieblingsgegner

Der Mainzer Coach muss sich auch etwas für die gefürchtete Fürther Offensive einfallen lassen. "Allagui ist ein sehr guter Stürmer, aber nicht er allein ist für die elf Treffer verantwortlich. Ohne die starke Spielweise der Mannschaft hätte er vielleicht nicht so viele Tore gemacht", bewundert der Norweger die Offensivstärke der Gäste. Trotzdem hat man sich in Mainz einen Sieg vorgenommen, der die Herbstmeisterschaft bedeuten würde. Manager Heidel bremst aber bereits die Euphorie. "Am 15. Spieltag ist noch keiner aufgestiegen. Aber sechs Punkte Vorsprung auf einen Nichtaufstiegsplatz sind beruhigend."

Auch auf Seiten der Gäste spricht man nur positive über seinen Gegner. "Der Mainzer Sieg in Frankfurt war schon sehr, sehr ordentlich", kommentierte Kapitän Daniel Felgenhauer, der die Partie über weite Strecken vor dem heimischen Fernseher verfolgt hatte. "Da hat man schon gesehen, warum die Tabellenführer sind. Es wird nicht ganz einfach für uns, aber Angst hat in so einem Spiel nichts zu suchen. Wer Angst hat, braucht gar nicht anzutreten."

Rund läuft es bei den Franken aber momentan auch nicht. Fürth konnte von seinen jüngsten fünf Partien nur eine gewinnen. In ihren vergangenen neun Begegnungen kassierte die SpVgg immer mindestens einen Gegentreffer. Auswärts konnte man nur acht Punkte sammeln. Das soll sich jetzt in Mainz ändern. Denn immerhin geht es gegen den erklärten "Lieblingsgegner" der Spielvereinigung.


Alemannia Aachen - 1860 München

Am Freitagabend steht auf dem Tivoli das letzte Heimspiel des Jahres 2008 an und ist für die Aachener ein ganz besonderes. Das Duell mit dem TSV 1860 München ist das 900. Zweitligaspiel für die Alemannen.

Bei der Partie gegen die "Löwen" muss Trainer Jürgen Seeberger nach wie vor auf Faton Popova verzichten, der sich nach seinem Kreuzbandriss im Reha-Training befindet. Auch Kapitän Reiner Plaßhenrich steht nicht zur Verfügung. Das Ziel ist klar: "Wir wollen gegen 1860 gewinnen", erklärt der Coach. Doch einen Selbstläufer erwartet der Trainer nicht, vielmehr eine "schwierige Aufgabe".

Aachen seit fünf Spielen ungeschlagen

Auch wenn die Münchener am vergangenen Spieltag vor heimischer Kulisse nach einer 3:0-Führung gegen Wehen Wiesbaden am Ende noch drei Gegentore kassierten. "Ein 3:0 zuhause aus der Hand zu geben, das tut weh", weiß Alemannias Trainer. Aber dieser Rückschlag "macht sie vielleicht noch gieriger", warnt der Coach. Und er weiß auch, "1860 bringt als Talentschuppen junge, gute Spieler mit."

Die Stabilität seiner Mannschaft in den letzten Wochen macht Seeberger jedoch siegessicher. Aachen ist seit fünf Auftritten ungeschlagen (drei Siege, zwei Unentschieden). "Wir haben uns in den letzten Wochen mit Ausnahme des Ahlen-Spiels stabilisiert. Seit der Partie gegen Mainz hat das Team nur sechs Gegentore kassiert und es ist uns gelungen, auch späte Treffer zu erzielen, was alles positiv zu bewerten ist." Für einen Sieg spricht auch die Austragung auf dem Tivoli. Hier unterlag die Alemannia in dieser Saison nur einmal und gegen die Münchener in lediglich einer von sieben Partien.

Aber auch die Gäste sehen den "Tivoli" als Vorteil. "Das 3:2 im Pokal in Aachen ist allen noch in guter Erinnerung", erzählt Trainer Marco Kurz. "Deshalb ist der Tivoli für uns ein gutes Pflaster", hat der 39-jährige Fußball-Lehrer erkannt. "Tivoli macht Spaß - viele Zuschauer, guter Gegner. Aber wenn wir über 90 Minuten konzentriert sind, können wir gegen jeden bestehen", sagt Marco Kurz im Gespräch mit bundesliga.de.

Aachen mit drei Ex-"Löwen"

Die Münchener spielten gerade auswärts sehr erfolgreich. 1860 blieb in den vergangenen vier Auswärtsspielen ohne Niederlage und kassierte dabei kein Gegentor. Respekt hat man bei den "Löwen" aber trotzdem vor dieser schweren Aufgabe. "Aachen hat gegen uns die Riesenchance, auf einen Aufstiegsplatz zu kommen. Sie werden deshalb alles tun, um die Partie zu gewinnen", vermutet Kurz. Personell kann der Trainer aus dem Vollen schöpfen. Lediglich Markus Schroth, Lars Bender und Daniel Bierofka fallen aus, wobei der Kapitän seit dieser Woche bereits wieder mit der Mannschaft trainiert.

Aufgrund der fünften Gelben Karte muss der gegen Wehen Wiesbaden überragende Sven Bender ersetzt werden. Als Alternativen bieten sich Nikolas Ledgerwood und Danny Schwarz an. In Aachen trifft man auf alte Bekannte. Matthias Lehmann, Patrick Milchraum und Lukasz Szukala spielten alle schon im 60er-Trikot. "Natürlich würde es mich freuen, wenn sich mein guter Lauf gegen 1860 fortsetzt, ich gegen sie ein Tor erziele und wir gewinnen", sagte Aachens Milchraum.


FC Ingolstadt - FSV Frankfurt

Die Partie zwischem dem FC Ingolstadt und dem FSV Frankfurt gab es in der vergangenen Saison noch in der Regionalliga Süd. Am 33. Spieltag gewannen die Hessen mit 3:1 und entrissen ihnen noch den Titel des Meisters der Regionalliga Süd. Auch im Hinspiel in Ingolstadt hatte Frankfurt triumphiert - uund zwar deutlich mit 5:0. Deshalb wollen die "Schanzer" jetzt Wiedergutmachung.

Mit einem "Dreier" würden sie die angestrebte Marke von 20 Punkten in der Hinserie erreichen. In den vergangenen drei Partien blieben die Ingolstädter zwar ohne Punktgewinn und erzielten dabei auch keinen Treffer. "Aber irgendwann reißen auch solche Serien wieder", weiß Ingolstadts Sportlicher Leiter Harald Gärtner. Zudem hofft der FC auf die Rückkehr von Steffen Wohlfarth. Der Angreifer konnte in dieser Woche weitgehend beschwerdefrei trainieren. Ist er fit, könnte er neben Ersin Demir auflaufen.

Karl mit Rippenprellung

Dagegen deutet einiges darauf hin, dass die Hinrunde für Vratislav Lokvenc beendet ist. Seine Achillessehnen-Probleme lassen ein Training derzeit nicht zu. Die Winterpause soll der Tscheche nutzen, um für die am 1. Februar startende Rückrunde gesund zu werden. Ob Coach Thorsten Fink im Mittelfeld reagieren muss, hängt davon ab, ob Markus Karl, der an einer Rippenprellung laboriert, einsatzfähig ist. Marcel Hagmann wäre der Nachrücker auf dieser Position, deutete der Ingolstädter Coach bei der Pressekonferenz an.

In Frankfurt ist die Freude an der Meisterschaft der Regionalliga Süd längst verflogen. Der FSV blickt etwas neidisch nach Ingolstadt. "Ingolstadt hat gut Fuß gefasst in der 2. Bundesliga", lobte FSV-Manager Bernd Reisig. "Wir stehen mit dem Rücken zur Wand, das ist keine einfache Situation. Der Abstand zu den Nichtabstiegsplätzen ist bedenklich, aber nicht bedrohlich. Nichtsdestotrotz brauchen wir dringend Punkte, um den Abstand nicht größer werden zu lassen und noch massiver unter Druck zu geraten."

Frankfurt ohne Fünf

Auch FSV-Team-Chef Tomas Oral gibt sich kämpferisch, das fordert er auch von seiner Mannschaft, um die "lebensnotwendigen" Punkte zu holen. Aus einer Personalentscheidung macht Oral kein Geheimnis. "Markus Husterer wird spielen", verkündete der FSV-Team-Chef. Der 25-jährige Defensivmann feiert am Freitag sein Comeback und macht seinen ersten Saisoneinsatz nur einen Steinwurf von seinem Heimatort entfernt.

Ausfallen werden der angzeitverletzte Dennis Hillebrand (Sehnenriss), der grippekranke Radek Spilacek, der verletzte Christian Eggert (Bänderriss), der gesperrten Kapitän Angelo Barletta auch Daniel Schumann, der sich am Donnerstag aufgrund einer Angina krank meldete.