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Union Berlin braucht am 33. Spieltag gegen Arminia Bielefeld noch einen Punkt, um auch rechnerisch die Klasse zu sichern. Duisburg, Karlsruher, Aachen und Paderborn können befreit aufspielen (alle Spiele So., ab 17:15 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

1. FC Union Berlin - Arminia Bielefeld

Wenn doch dieses Wort "Wenn" nicht wäre, wird sich Christian Beeck, Sportdirektor des 1. FC Union Berlin in dieser Woche gedacht haben. Denn trotz einer bislang starken Saison hat sein Team auch mit 41 Punkten immer noch nicht endgültig den Klassenerhalt gesichert. "Wenn" also alles gegen die Berliner läuft, könnten sie noch auf den Relegationsplatz abrutschen.

Dem will Beeck natürlich gegensteuern. "Wir sind noch nicht ganz durch und brauchen nicht nur ein gutes Spiel, sondern auch ein gutes Ergebnis", fordert er vor der Partie gegen Arminia Bielefeld. Dass ein Absturz sehr unwahrscheinlich ist, wissen sie aber auch in der Hauptstadt. "Es gibt keinen Grund zur Panik, auch wenn theoretisch noch alles möglich ist", meinte Defensivmann Peitz, der in der vergangenen Saison mit Osnabrück in die Relegation gegen Paderborn musste - und mit dem VfL abstieg.

Fehlen wird Union-Trainer Uwe Neuhaus neben seinen Langzeitverletzten erneut Michael Parensen (Knieprobleme). Bei den Gästen aus Ostwestfalen fällt vor allem der Ausfall von Stürmer Pavel Fort (Rotsperre) schwer ins Gewicht.

Patrick Platins wird zum ersten Mal das Arminia-Tor hüten. In Absprache mit Dennis Eilhoff und Torwarttrainer Thomas Schlieck soll Platins mit seinem Einsatz für sein vorbildliches Verhalten während der gesamten Rückserie belohnt werden. Ebenfalls in der Anfangself werden Kapitän Rüdiger Kauf und Kevin Kerr stehen. Verletzungsbedingt nicht mit dabei sein werden Arne Feick, Michael Delura und Marcel Appiah.

Trainer Frank Eulberg ist auf die Atmosphäre im Stadion gespannt: "Die Berliner haben tolle Fans, die 90 Minuten lang Stimmung machen. Es wird sicherlich interessant zu beobachten sein, wie vor allem die jungen Spieler darauf reagieren."

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MSV Duisburg - Karlsruher SC

Endgültig auf der sicheren Seite ist seit dem 1:0 am vergangenen Wochenende gegen Rot Weiss Ahlen der Karlsruher SC. Das soll es für die Mannschaft von Trainer Markus Schupp nach einer Achterbahnfahrt in dieser Saison aber noch nicht gewesen sein. "Wir wollen sechs Punkte holen, um auch in der Tabelle noch etwas hochzuklettern", sagt Schupp. Um in Duisburg zu bestehen, werde sein Team aber "eine ganz spezielle Leistung brauchen".

An die Duisburger, die mit 49 Zählern schon sieben Punkte vor dem KSC liegen, werden die Badener zwar nicht mehr herankommen. Schupp, der auf Alexander Iashvili (Gelbsperre) und Marvin Matip (Muskelfaserriss) verzichten muss, hat aber eine Schwäche ausgemacht: "Sie sind - ähnlich wie wir - vor eigenem Publikum anfällig."

Dass werden die Duisburger angesichts von bislang nur fünf Heimsiegen und Platz 16 in der Heimtabelle kaum leugnen. Umso wichtiger wäre es für die "Zebras", sich mit einer ordentlichen Vorstellung und einem Sieg von ihren Fans zu verabschieden. Trainer Milan Sasic sagte im Vorfeld dazu: "Wir sind verpflichtet, für unsere Zuschauer so zu spielen, als könnten wir noch aufsteigen."

Tore sind so gut wie sicher

Ein Unentschieden ist mit einem Blick auf die Statistik so gut wie ausgeschlossen, denn in Duisburg gab es in der 2. Liga noch kein Remis zwischen beiden Teams. Insgesamt ist die Bilanz der beiden Mannschaften aber ausgeglichen: Nach 15 Zweitligaspielen konnte sowohl der MSV als auch KSC je sechs Siege feiern bei drei Unentschieden. Außerdem treffen mit dem MSV und dem KSC die beiden einzigen Teams aufeinander, die in dieser Saison noch nicht 0:0 gespielt haben.


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SC Paderborn 07 - Alemannia Aachen

Aachens Trainer Michael Krüger wird heilfroh sein, dass es für die Alemannia tabellarisch um nichts mehr geht. Denn die Aachener bekommen vor der Reise nach Paderborn kaum einen 18-Mann-Kader zusammen. "Ein Sprinter müsste eigentlich reichen", scherzt Krüger mit Blick auf das Verkehrsmittel für die Fahrt nach Ostwestfalen. Neben den länger ausfallenden Akteuren sind auch noch Szilard Nemeth (Adduktorenprobleme), Lukasz Szukala (Nagelbettentzündung) und Torjäger Benjamin Auer (Probleme mit der Hüftmuskulatur) fraglich.

Für den Gegner findet Krüger nur lobende Worte. "Paderborn ist eine Mannschaft, die gut organisiert und strukturiert ist", sagt er: "Mein Kollege Andre Schubert hat tolle Arbeit geleistet." Diese Arbeit macht den SCP schon vor dem letzten Heimspiel zum Tabellensiebten - nicht schlecht für einen Aufsteiger. Fügen die Paderborner ihren bislang 45 Punkten gegen Aachen drei weitere hinzu, würden sie einen neuen Vereinsrekord in der 2. Bundesliga aufstellen. "Wir fokussieren nicht darauf. Aber wir wollen Aachen schlagen und damit die guten Leistungen vor heimischem Publikum in dieser Saison bestätigen", erklärt Co-Trainer Jan-Moritz Lichte.

Ein besonderes Spiel wird es für Torhüter Kasper Jensen, der sein Abschiedsspiel im Trikot des SC Paderborn bestreiten darf. matthias Holst könnte rechtzeitig fit werden, Rudolf Zedi (Schädelprellung) steht nicht zur Verfügung.

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