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Hinter ihm liegen viele schwere Verletzungen, jetzt ist er beim VfB Stuttgart aber wieder auf dem Weg zum Leistungsträger. Im Interview mit bundesliga.de spricht Daniel Ginczek über den Endspurt im Aufstiegskampf, seine Form und die Qualitäten seines jungen Trainers.

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bundesliga.de: Daniel Ginczek, nach dem wichtigen Sieg in Nürnberg: Zu wie viel Prozent ist der VfB Stuttgart jetzt schon aufgestiegen? Und was kann diesen in den letzten drei Partien eigentlich noch verhindern?

Daniel Ginczek: Unsere Situation hat sich nicht großartig verändert, da unsere Konkurrenten um den Aufstieg ebenso alle siegreich waren. Wir haben nun viermal in Folge gewonnen und wollen am Sonntag möglichst die nächsten drei Punkte einfahren. 

bundesliga.de: Ihre Mannschaft hat in Nürnberg wieder einmal erstaunliche Moral bewiesen. Woher kommt eigentlich diese enorme Willensstärke? Typenfrage? Oder Trainerfrage?

Ginczek: Auch die Spieler, die eingewechselt werden, bringen viel Qualität mit. Es ist aber auch eine mentale Qualität, die wir im Saisonverlauf entwickelt haben. Aber natürlich wollen wir es nicht immer so spannend machen wie in dem einen oder anderen Spiel in den vergangenen Wochen.

bundesliga.de: Apropos Trainer: Wie bewerten Sie die Leistung von Hannes Wolf? Ist er ein spezieller Übungsleiter, welche Qualitäten hat er genau?

Ginczek: Wir haben uns unter Hannes Wolf gut entwickelt. Er ist ein Trainer mit einer klaren Ansprache, der sein Fachwissen gut rüberbringt und uns in den Trainingseinheiten fordert und fördert.

bundesliga.de: Sie haben in den letzten Spielen einen deutlichen Formanstieg erlebt. Was ist der Grund dafür: Zunehmende Fitness? Wie weit fühlen Sie sich noch von einem optimalen körperlichen Zustand entfernt?

Ginczek: Man darf nicht vergessen, wie lange ich nicht spielen konnte. Es war wichtig, dass ich vom Verein die Zeit erhalten habe, mich Schritt für Schritt zurückzukämpfen. Das geht über Trainingseinheiten, aber vor allem auch über Spielpraxis. Jetzt fühle ich mich richtig fit und möchte meinen Teil zu einem guten Saisonfinale beitragen. 

bundesliga.de: Das leidige Thema Verletzungen: Fühlen Sie sich in den Zweikämpfen frei im Kopf?

Ginczek: Ja. Sonst würde es wenig Sinn machen, auf den Platz zu gehen.

bundesliga.de: Zurück zum Saisonfinale: Wie wichtig war in dieser Spielzeit die gigantische Unterstützung der Fans? Wäre man ohne sie überhaupt noch im Aufstiegsrennen dabei?

Ginczek: Die Unterstützung der VfB Fans ist herausragend. Wir werden den höchsten Zuschauerschnitt bei Heimspielen haben, den es jemals in der 2. Bundesliga gab. Nach Nürnberg haben uns über 20.000 VfBler begleitet. Diese positive Energie spürt man auf dem Platz und sie treibt uns immer wieder an.

bundesliga.de: Glauben Sie eigentlich auch, dass sich die derzeitige Mannschaft in der Bundesliga leichter tun würde?

Ginczek:  Das ist schwer zu beantworten und es bringt auch nichts, darüber zu spekulieren. Wir konzentrieren uns nur auf die nächste Aufgabe. Die vergangenen 31 Spieltage haben gezeigt, dass man in jeder Partie an sein Leistungs-Optimum gehen muss, um erfolgreich zu sein.

bundesliga.de: Letzte Frage: Herr Ginczek, was machen Sie am 21.05. um 17.15 Uhr?   

Ginczek: Da bin ich mit großer Sicherheit in der Mercedes-Benz Arena (lacht).

Das Gespräch führte Jens Fischer