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Bochum - Für den 1:0-Auswärtserfolg am Montag, 6. Dezember, beim 1. FC Union Berlin hat der VfL Bochum 1848 einen hohen Preis bezahlt. In der 50. Minute erlitt Matias Concha bei einem Zweikampf mit dem Berliner Gegenspieler Macchambes Younga-Mouhani einen Schien- und Wadenbeinbruch. Der Schwede wurde noch in der Nacht operiert und fällt bis mindestens April 2011 aus.

"Es war eine komplette Unterschenkelfraktur", so Bochums Mannschaftsarzt Dr. Karl-Heinz Bauer, auf dessen Empfehlung Concha in der Nacht von Montag auf Dienstag im Unfallkrankenhaus Berlin-Marzahn operiert worden war. "Da der Bruch stark verschoben war, war an einen Transport nicht zu denken."

"Den Umständen entsprechend geht es mir gut"

Ob der Schwere der Verletzung zeigte sich Sportvorstand Thomas Ernst mehr als betroffen. "Ich will dem Berliner nicht unterstellen, Matias vorsätzlich verletzt zu haben. Wenn man die Bilder sich jedoch anschaut, und das habe ich jetzt zum wiederholten Male getan, muss man von einem bösen Foul sprechen. Eine Aktion, bei der der Spieler, so wie er da hingeht, eine schwere Verletzung in Kauf nimmt."

Matias Concha war in der Nacht unter Vollnarkose operiert worden, fühlte sich am Dienstag aber schon wieder besser. "Den Umständen entsprechend geht es mir gut." Stand jetzt wird der Abwehrspieler noch bis Donnerstag in dem Berliner Krankenhaus liegen und dann nach Bochum zurückkehren.