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München - Am 15. Spieltag war es dann soweit: Eintracht Braunschweig kassierte die erste Niederlage in der laufenden Saison. Mit 1:3 unterlag die Elf von Trainer Torsten Lieberknecht dem FC Energie Cottbus. Schon vier Tage danach - die Englische Woche macht es möglich - können die Niedersachsen ihren Fehler im Heimspiel gegen den FC St. Pauli wieder gutmachen.

In den übrigen Mittwochsspielen des 16. Spieltages kämpft der MSV Duisburg gegen den 1. FC Union Berlin um wichtige Zähler gegen den Abstieg, personell geschwächte Auer reisen zum FC Ingolstadt und der SV Sandhausen empfängt Cottbus (alle Mittwochsspiele ab 17:15 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio)

Nach der unglücklichen Niederlage beim FC Energie Cottbus will Tabellenführer Eintracht Braunschweig seinen Heimnimbus wahren und vor eigener Kulisse gegen den FC St. Pauli drei Punkte einfahren. Trainer Torsten Lieberknecht zeigte sich optimistisch, dass sein Team gegen die Hamburger in der Lage sein wird, wieder eine starke Leistung abzuliefern: "Die Entwicklung der Mannschaft ist sehr positiv und die Jungs sind mittlerweile sehr gefestigt." Hinter dem Einsatz von Abwehrchef Deniz Dogan (muskuläre Probleme im Adduktorenbereich) steht ein Fragezeichen. Angreifer Orhan Ademi (grippaler Infekt) wird hingegen mit großer Wahrscheinlichkeit zur Verfügung stehen. Norman Theuerkauf (Gelb-Rot-Sperre), Marcel Correira, Kevin Kratz und Björn Kluft werden gegen die Norddeutschen nicht dabei sein.

Bei den Gästen aus der Hansestadt ist der Respekt vor dem Tabellenersten groß: "Braunschweig spielt eine sehr gute Saison. Es wird dort fantastisch gearbeitet - sie sind individuell vielleicht nicht so gut besetzt, wie es Hertha BSC oder Kaiserslautern ist, aber sie machen das als Mannschaft aus meiner Sicht überragend", lobt St. Pauli-Trainer Michael Frontzeck.

Dass sich die "Braun-Weißen" in Braunschweig keinesfalls verstecken brauchen, stellte Frontzeck aber ebenfalls klar: "Wir haben uns eine sehr gute Ausgangssituation geschaffen, so dass wir mit Selbstvertrauen nach Braunschweig fahren können." Bei den Hamburgern wird es in der ersten Elf Veränderungen geben. Florian Mohr und Markus Thorandt sind angeschlagen, Daniel Ginczek (5. Gelbe Karte) und Sören Gonther (Kreuzbandriss) fallen definitiv aus.



Schiedsrichteransetzungen

Die Bilanz der beiden Mannschaften ist ausgeglichen. Für beide stehen Vereine stehen jeweils vier Siege zu Buche, dazu kommen vier Unentschieden. Union-Trainer Uwe Neuhaus misst diesen Daten keine Bedeutung bei: "Die beiden Unentschieden des letzten Jahres haben keinen tieferen Gehalt. Duisburg ist denkbar schlecht gestartet, hat sich aber in den letzten Wochen eine Ausgangsposition erarbeitet, aus welcher sie jetzt von den Abstiegsplätzen wegkommen können."

Zuletzt teilten die Berliner drei Mal in Folge die Punkte - das soll sich nun ändern. "Nach dem einen oder anderen Pünktchen, das wir dort zuletzt immer mal mitnehmen konnten, sollten wir jetzt den entscheidenden Schlag setzen", findet Neuhaus. Daniel Göhlert stößt nach verbüßter Gelb-Rot-Sperre wieder zum Kader. Unverändert bleibt dagegen der Verletztenstand bei Felipe Gallegos (Aufbau nach Fußbruch), Roberto Puncec (Sprunggelenk) und Björn Jopek (Faserriss). Björn Kopplin trainiert nach seiner Nasenbein-Operation mit einer Gesichtsmaske, gilt für den Kader gegen Duisburg allerdings noch nicht als Alternative.

In diesen Tagen bekommt Kosta Runjaic oft nur eine Frage gestellt: "Herr Runjaic, haben sie überhaupt elf fitte Spieler?" Und der Trainer des MSV antwortet immer laut und mit kräftiger Stimme: "Die übig gebliebenen Spieler werden alles geben, werden sich zerreißen." In der Tat hat Runjaic nicht mehr allzu viele Auswahlmöglichkeiten, was die Aufstellung für die Partie gegen die "Eisernen" angeht. Zu den bereits verletzten Felix Wiedwald (Mittelhandbruch), Goran Sukalo, Andre Hoffmann (beide Muskelfaserriss), Jürgen Gjasula, Flamur Kastrati und Markus Bollmann (alle Reha) gesellt sich nun auch Antonio da Silva. Der Mittelfeldspieler zog sich in der Partie beim FC St. Pauli einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zu. Zvonko Pamic sitzt eine Gelb-Rot-Sperre ab.



Schiedsrichteransetzungen

Der FC Ingolstadt und der FC Erzgebirge Aue kennen sich sehr gut. 2010 gelang beiden Teams der Aufstieg in die 2. Bundesliga. Seitdem trafen die beiden Teams vier Mal aufeinander und immer teilten sie die Punkte. Vor dem nächsten Aufeinandertreffen prognostiziert FCI-Trainer Tomas Oral einen heißen Tanz: "Sie kämpfen nach ihrer Heimniederlage um Punkte, um Abstand nach unten zu halten."

Beim FCI werden die Langzeitverletzten Malte Metzelder, Andreas Buchner und Jose-Alex Ikeng (alle Reha) noch nicht zur Verfügung stehen, Ümit Korkmaz (nach Bänderriss) ist schon wieder auf einem guten Weg - eine Rückkehr des Mittelfeldspielers ist noch in der Vorrunde denkbar. Bei Ralph Gunesch (muskuläre Probleme) gibt Oral vorzeitig Entwarnung, seinem Einsatz steht nichts im Wege.

Die Gäste plagen vor dem Spiel im Audi Sportpark enorme Personalsorgen. Die Langzeitverletzten Enrico Kern, Christian Cappek (beide im Aufbautraining), Nils Miatke (Reha) und Halil Savran (Sprunggelenk) sind ohnehin nicht einsatzfähig. Obendrein fallen Thomas Paulus (Trainingsrückstand), Ronny König (Muskelfaserriss) und Martin Männel (Beckenprellung) aus. "Wir müssen individuelle Fehler vermeiden und so lange es geht, defensiv die Null halten", sagte Aue-Trainer Karsten Baumann, der einen starken Gastgeber erwartet: "Sie sind sehr stabil, sehr heimstark und haben in der Offensive sehr gute Leute mit Caiuby, Eigler und Leitl."



Schiedsrichteransetzungen

Der SV Sandhausen absolviert gegen den FC Energie Cottbus sein erstes Heimspiel unter dem neuen Trainer Hans-Jürgen Boysen. Die Lausitzer geben in dieser Saison schon zum zweiten Mal ihre Visitenkarten im Hardtwaldstadion ab. Anfang August behielt der Neuling im DFB-Pokal mit 3:0 die Oberhand, wobei Frank Löning, Daniel Schulz und Jan Fießer die Treffer erzielten.

"Mit diesem Resultat im Kopf wird Cottbus anreisen und nicht noch einmal verlieren wollen", warnt Boysen seine Mannschaft, "zumal die Gäste zwischenzeitlich zu einer Spitzentruppe gereift sind und an die Aufstiegsränge heranschnuppern". Bei den Gastgebern, die in Ingolstadt wieder punkten konnten, wird es auf jeden Fall Veränderungen geben. Simon Tüting hat sich den linken Unterarm gebrochen und wird bis Weihnachten ausfallen. Außerdem stehen Regis Dorn, Ole Kittner (beide Kreuzbandriss), Sören Halfar (Leistenverletzung) und Alexander Riemann (Grippe) nicht zur Verfügung.

"Wir sind gut beraten, uns voll und ganz auf dieses Auswärtsspiel zu konzentrieren und nicht schon an Hertha zu denken. Das Spiel gegen Braunschweig ist ohnehin vorbei, das sollte aus den Köpfen raus", hob Trainer Rudi Bommer vor dem Duell mit dem Aufsteiger warnend den Zeigefinger. Mit einem Sieg könnten die Lausitzer weiter Boden auf das Spitzentrio gutmachen. Markus Brzenska (Hüft-OP) und Marc-Andre Kruska (Gelbsperre) werden die Reise nach Sandhausen nicht mit antreten.



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