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Am Samstag empfängt die SpVgg Greuther Fürth den FC Augsburg im heimischen Playmobil-Stadion . Tabellenführer Bielefeld reist zum FSV Frankfurt (beide Partien ab 12:45 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

Das "Kleeblatt"-Team von Trainer Benno Möhlmann liegt vor dem 12. Spieltag auf dem 7. Tabellenplatz und ist damit die beste Zweitliga-Mannschaft aus dem Freistaat Bayern. 18 Punkte konnte die SpVgg mit bisher sechs Siegen einfahren. Die Augsburger um Trainer Jos Luhukay liegen mit 15 Punkten auf Rang 9.

Möhlmann: "Wir können das schaffen"

Fürth will mit einem Sieg den Anschluss ans vordere Drittel halten. "Nach dem unter dem Strich guten Monat, wollen wir uns in den verbleibenden sechs Spielen der Hinrunde noch näher an die Spitzenpositionen in der Tabelle heranbringen. Das ist die Zielsetzung", macht Möhlmann klar.

Der Fürther Coach geht davon aus, dass die Augsburger ähnliche Ziele verfolgen und zeigt Respekt vor dem Gegner aus der Fuggerstadt: "Aber wir können das schaffen. Mit unseren Zuschauern im Rücken, die mitkämpfen. Wir wollen eine Atmosphäre schaffen, die uns gegenseitig stimuliert."

Allerdings hat Möhlmann "personell keine optimalen Voraussetzungen". Zwar zeigen sich die Spieler gut erholt von den hohen Belastungen der letzten Wochen, aber es gibt doch Ausfälle. So muss der Fußball-Lehrer auf Leonhard Haas (Achillessehnen-Verletzung) und Ante Serdarusic (grippalen Infekt) verzichten. Auch hinter dem Einsatz von Marco Caligiuri (Knochenhaut-Entzündung) steht ein Fragezeichen.Die zuletzt angeschlagenen Stephan Fürstner, Kim Falkenberg und Bernd Nehrig werden spielen können. Auch Edgar Prib kehrt nach seinem Außenband-Anriss zurück in den Kader.

Luhukay: "Wir wollen siegen"

Auf Augsburger Seite fehlt Mittelfeldspieler Elton Da Costa (Grippe). "Trotzdem wollen wir in Fürth wieder einen Sieg landen. Wir haben es selbst in der Hand, in den letzten sechs Spielen vor der Winterpause einen einstelligen Tabellenplatz zu festigen und den Anschluss nach oben zu wahren", sagte FCA-Coach Jos Luhukay.

Die Bilanz in Fürth spricht zwar bei drei knappen Niederlagen in den letzten drei Jahren nicht für den FCA, doch Luhukay ist sich sicher, dass seine Mannschaft in Fürth alles für den ersten Sieg bei den "Kleeblättern" tun wird. "Die Mannschaft möchte nicht nur die Niederlage gegen Aachen vergessen machen, sondern auch die negative Bilanz in Fürth beenden."

Der Niederländer weiß aber auch, dass dies kein leichtes Unterfangen werden wird. "Fürth war in den letzten Jahren immer oben dabei und ist nur knapp am Aufstieg gescheitert. Ich denke, dass sie auch in dieser Saison wieder oben ein Wörtchen mitreden werden, denn es ist eine spielerisch gute Mannschaft, die schnell umschalten kann und darüber hinaus körperlich große Spieler in ihren Reihen hat."



FSV Frankfurt - Arminia Bielefeld

Der Tabellenvorletzte gegen den Tabellenführer: Die Rollenverteilung beim Duell zwischen dem FSV Frankfurt und Arminia Bielefeld scheint klar zu sein, zumal die Ostwestfalen zuletzt acht Siege in Folge feiern konnten. "Bielefeld ist die Mannschaft der Stunde, sie strotzt vor Selbstbewusstsein", betonte FSV-Geschäftsführer Bernd Reisig.

Trotz allem muss Bielefeld aufpassen, Frankfurt holte alle bisherigen fünf Punkte in den Heimspielen. Im vorletzten Spiel gelang der erste "Dreier" gegen die Münchner "Löwen". Auch beim Gastspiel in Berlin am vergangenen Wochenende zeigte sich der FSV verbessert. Bielefeld-Coach Thomas Gerstner ist die Handschrift des neuen Trainers Hans-Jürgen Boysen nicht entgangen: "Sie stehen kompakter und arbeiten besser gegen den Ball. Auch individuell haben die Spieler Qualitäten. Aber meine Jungs sind heiß und wollen jedes Spiel gewinnen."

Boysen rief seine Mannschaft dazu auf, das Heft des Handelns zu ergreifen, um den Tabellenführer unter Druck zu setzen. "Wir müssen durch Eigeninitiative den Gegner in Verlegenheit bringen." Er glaube, dass es seiner Mannschaft trotz der Stärken der Bielefelder und deren Top-Spieler gelingen werde, torgefährliche Situationen einzuleiten.

Auf beiden Seiten fehlen wichtige Spieler

Doch plagen den FSV einige Personalsorgen: Zu den Dauerverletzten Christian Müller, Anil Albayrak, Junior Ross, Soumaila Coulibaly, Pekka Lagerblom, Nikolas Ledgerwood und Oualid Mokhtari gesellen sich der ehemalige Bielefelder Alexander Klitzpera (Muskelfaserriss) und Sebastian Göbig (muskuläre Probleme). Wer für die beiden ins Team rückt, ließ Boysen offen.

Aber auch Bielefeld muss weiterhin auf zwei potenzielle Stammspieler verzichten: Pavel Fort, der seine Adduktorenverletzung behutsam auskurieren soll, und Markus Bollmann, der mit einem Schlüsselbeinbruch länger ausfällt, werden fehlen. Andre Mijatovic musste wegen Oberschenkelproblemen zuletzt mit dem Training aussetzen, sein Einsatz entscheidet sich erst kurzfristig.