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Lustenau - Der FC St. Pauli behält auch im Trainingslager vorerst seine weiße Weste: Im sechsten Testspiel konnten die Kiezkicker durch einen späten Treffer von Marcel Halstenberg (83.) einen 1:0-Sieg gegen den österreichischen Zweitligisten Austria Lustenau feiern.

"In Anbetracht unserer personellen Situation war das Spiel schon ganz ordentlich. Auch wenn wir ein paar große Chancen zugelassen haben, hat uns Philipp Heerwagen mit ein paar starken Paraden im Spiel gehalten. Vor allem in der zweiten Halbzeit hatten wir dann gute Möglichkeiten, die wir aber nicht genutzt haben. Dass das 1:0 nicht ganz den Spielverlauf widerspiegel, hat aber wohl jeder gesehen", sagte Ewald Lienen.

Erster Aufreger nach wenigen Sekunden

Der Cheftrainer musste beim ersten Test im Trainingslager gleich auf sieben seiner Spieler verzichten. Neben Christopher Buchtmann, Lasse Sobiech und Ryo Miyaichi fehlten auch Lennart Thy (Entzündung der Fußsohle), Philipp Ziereis, Sebastian Maier (beide muskuläre Probleme) und Robin Himmelmann. Dafür war erstmals Yannick Deichmann dabei, der aus der eigenen U23 kommt und mit den Kiezkickern nach Oberstaufen gereist ist.

Den ersten Aufreger gab es gleich nach wenigen Sekunden, als der Ball zum ersten Mal im Netz zappelte. Die Gastgeber hatten das Tor aber aus einer Abseitssituation erzielt. Die erste Möglichkeit für die Kiezkicker hatte zehn Minuten später Maurice Litka, doch der Youngster scheiterte mit seinem Schuss aus knapp 20 Metern am Keeper der Österreicher. Nach 23 Minuten wurde es erneut gefährlich für Lustenau, als John Verhoeks Kopfball nach Freistoß von Enis Alushi den Kasten nur knapp verfehlte.

Eine gute halbe Stunde war gespielt, als es den nächsten personellen Rückschlag für die Braun-Weißen gab. Litka musste verletzungsbedingt den Platz verlassen, der Kiezkicker erlitt eine Trommelfellruptur. Für ihn kam Ante Budimir in die Partie. Kurz darauf hatte Lustenau die große Chance, im heimischen Reichshofstadion in Führung zu gehen, doch Philipp Heerwagen hielt den Schuss aus kurzer Distanz stark und verhinderte den Rückstand (37.). Bis zur Pause passierte dann nicht mehr viel, sodass auf beiden Seiten noch die Null stand.

Ohne Wechsel in den zweiten Durchgang

Ohne Wechsel bei den Boys in Brown ging es dann in die zweiten 45 Minuten, in der Alushi den ersten Abschluss zu verzeichnen hatte. Sein Freistoß aus knapp 30 Metern stellte aber kein Problem für den Austria-Keeper dar. Nach einer knappen Stunde dann mal wieder die Gastgeber, doch erneut konnte Heerwagen den Schuss aus der zweiten Reihen zur Ecke klären. Die beste Chance für die Boys in Brown hatte in der 63. Minute dann Verhoek, der nach schönem Pass von Waldemar Sobota frei vor dem Schlussmann der Gastgeber auftauchte, den Ball aber nicht im Tor unterbringen konnte.

25 Minuten vor Schluss wechselte Coach Ewald Lienen dann noch einmal durch und brachte mit Bernd Nehrig, Jan-Philipp Kalla, Marcel Halstenberg, Marc Rzatkowski und Okan Kurt fünf frische Kräfte. Ein Standard sollte dann für die nächste Chance der Gäste sorgen. Diesmal verzog Halstenberg aus gut 20 Metern aber knapp, weiterhin keine Tore in Lustenau. Für die Schlussviertelstunde brachte Lienen dann noch Nico Empen für John Verhoek (75.). Wieder nichts mit einem Treffer wurde es in der 76. Minute, als der Lustenauer Torwart eine Doppelchance von Rzatkowski und Halstenberg vereiteln konnte.

Auf der anderen Seite konnte Deichmann in seinem ersten Spiel für die Profis einen Schuss noch gerade rechtzeitig abblocken. In der 83. Minute sollte es dann endlich zum ersten Mal klingeln. Diesmal konnte Halstenberg den Keeper aus kurzer Distanz überwinden und zum 1:0 einschieben. In der Nachspielzeit rettete Heerwagen die Braun-Weißen abermals mit einem starken Reflex, als er einen Kopfball aus kurzer Distanz noch zur Ecke lenken konnte. Das sollte auch die letzte Aktion des Spiels gewesen sein. Die Kiezkicker siegten Dank des Tores von Marcel Halstenberg und mehreren Paraden von Keeper Philipp Heerwagen bei Austria Lustenau mit 1:0.

Aufstellung FC St. Pauli:

Heerwagen, Startsev, Deichmann, Gonther (66. Kurt), Buballa (66. Kalla), Alushi (66. Nehrig), Rosin, Sobota (66. Rzatkowski), Choi (66. Halstenberg), Litka (35. Budimir), Verhoek (75. Empen)

Tore:
0:1 Halstenberg (83.)