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Hamburg - Hiobsbotschaft für den FC St. Pauli: Bei der 2:3-Heimniederlage gegen den Erzgebirge Aue verletzte sich Lasse Sobiech bei einem Rettungsversuch am rechten Sprunggelenk und musste daraufhin ausgewechselt werden. Am Montagmittag folgte die Diagnose: Ein Außenband gerissen, ein weiteres gedehnt. Damit fällt der Verteidiger vorerst aus.

Mannschaftsarzt Dr. Lütten äußerte sich zur Verletzung des "Kiez-Kickers" wie folgt: "Lasse hat sich im rechten Fuß einen Außenbandriss im Sprunggelenk zugezogen, zudem ist ein weiteres Außenband gedehnt, hinzu kommt eine starke Schwellung. Es hat sich aber weder ein Knorpelschaden, noch ein Bruch herausgestellt. Lasse wird nun intensive Physiotherapie betreiben, mit der er bereits am Sonnabend begonnen hat."

Glück im Unglück

Schön sei die Diagnose für den Abwehrspieler nicht gewesen, dennoch war der 20-Jährige mit dieser nicht unzufrieden, wurde ein möglicher Bruch ja nicht diagnostiziert: "Ich hatte mit einer schlimmeren Diagnose gerechnet, weil der Fuß im Gegensatz zum vergangenen Mal, als ich am anderen Fuß einen Bänderriss hatte, deutlicher dicker war und die Verletzung schmerzhafter war. Ich bin erleichtert, dass nur ein Band und nicht doch zum Beispiel das Syndesmoseband gerissen ist. Dann hätte ich wahrscheinlich operiert werden müssen."

Ihm ginge es den Umständen entsprechend gut. In den kommenden Tagen ist der 1,96 Meter große Blondschopf auf Krücken und viel Physiotherapie angewiesen. "Momentan kann ich nicht auftreten, die Schwellung ist einfach noch sehr groß und ein Auftreten unmöglich", berichtet der Defensivspieler. Per Lymphdrainage soll nun erst einmal die Schwellung im Sprunggelenk abklingen. Wie lange er dem Team fehlen wird, ist noch nicht absehbar. "Durch das spielfreie Wochenende verpasse ich zumindest eine Partie weniger", konnte sich Sobiech immerhin etwas freuen. "Mit unseren Mannschaftsärzten werde ich dann besprechen, wann ich wieder einsteigen kann."

Dass der Verteidiger nun erst einmal ausfallen wird, ist für Sportchef Helmut Schulte eine bittere Nachricht: "Lasse hat sich gut in unsere Mannschaft eingefügt. Es ist sehr schade, dass er nun erst einmal aussetzen muss. So wie ich Lasse kenne, wird er alles daran setzen bald wieder einzusteigen und das Team dann auch wieder schnellstmöglich auf dem Platz unterstützen."