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München - Konträres Programm in den Samstagspartien des 24. Spieltags: Während die einen um den Aufstieg kämpfen, geht es bei den anderen um den Verbleib in der 2. Bundesliga ((beide Spiele ab 12:45 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

Fortuna Düsseldorf reist nach dem 0:0 gegen Alemannia Aachen zum Karlsruher SC und hofft auf den ersten Sieg der Rückrunde. Die Aachener selbst empfangen die Überraschungsmannschaft des SC Paderborn 07.

Sechs Spiele ohne Sieg: Fortuna Düsseldorf ist nach der Aufstiegseuphorie der Hinrunde wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgekehrt. Innerhalb von drei Spieltagen (21 - 23. Spieltag) stürzte die Fortuna von Platz 1 auf Platz 5 ab. Zwar beträgt der Abstand zum Tabellenführer SpVgg Greuther Fürth lediglich zwei Zähler, doch die andauernde Durststrecke zerrt an den Nerven. "Wir haben in der Hinrunde die Gegner auch nicht aus dem Stadion geschossen, es war immer harte Arbeit. Die Selbstverständlichkeit fehlt, die wir mal hatten", erklärt Sascha Rösler.

Die Spielfreude und Unbekümmertheit sind verflogen. Die sonst so gefürchtete Offensive gerät immer mehr ins Stocken (sechs Tore in der Rückrunde). Auch die Defensive steht nicht mehr so sicher wie gewohnt. Kassierte Düsseldorf in den ersten 17 Spielen 16 Gegentore, sind es nach sechs Spielen in der Rückrunde bereits acht. Beim Karlsruher SC starten die Spieler der Fortuna den neuerlichen Versuch, den ersten Sieg der Rückrunde einzufahren. "Es wird Zeit, den Bock umzustoßen, in Karlsruhe bietet sich die nächste Chance", gab Mittelfeldspieler Oliver Fink die Marschroute vor.

"Wir können gegen Düsseldorf befreit spielen"

Der KSC kämpft hingegen um den Verbleib in der 2. Bundesliga. Die Badener stehen auf einem Abstiegsplatz, am letzten Spieltag verlor man das . Und auch der Blick in die Statistik verheißt nichts Gutes.

Der letzte Sieg gegen die Fortuna datiert aus der Saison 1998/99 (1:0) - aus den letzten fünf Zweitligaduellen gegen Düsseldorf holte der KSC nur zwei Punkte. Doch trotz der schwierigen Ausgangslage bleibt die Hoffnung auf den Nichtabstieg. "Wir können gegen Düsseldorf befreit spielen und sind nicht der Favorit", unterstrich Simon Zoller.



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Der SC Paderborn greift nach dem ganz oben an. Ein mickriger Punkt trennt die Ostwestfalen nur noch von der Tabellenspitze. Zudem verlor der SCP nur eine der vergangenen 19 Partien. Alles Fakten, die das Selbstvertrauen stärken: "Mittlerweile haben wir eine breite Brust. Wir gehen auf den Platz und hauen alles raus, und meistens ist das mehr, als der Gegner zu bieten hat", sagt Coach Roger Schmidt.

Auch personell geht es bei den Paderbornern aufwärts. Linksverteidiger Thomas Bertels und Kapitän Markus Krösche, die gegen Frankfurt pausiert hatten, sind ins Mannschaftstraining zurückgekehrt. Auch Markus Palionis kann bei den Übungseinheiten wieder voll mitmachen. Ein kleines Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Mittelfeldspieler Lukas Rupp (Adduktorenprobleme).

Aachen will "ein Stück weit eher attackieren als in Düsseldorf"

Und auch Alemannia Aachen ist, gemessen an der bisherigen Saison, ordentlich in die Rückrunde gestartet. Seit mittlerweise acht Spielen sind die "Schwarz-Gelben" unbesiegt - am letzten Spieltag trotzten sie ab. Sorgen gibt es dennoch: Durch die vielen Unentschieden (vier in den letzten fünf Spielen, zwölf in der gesamten Spielzeit) tritt Alemannia auf der Stelle. Der Abstand zum Relegationsplatz beträgt nur noch einen Punkt, ein direkter Abstiegsplatz ist lediglich zwei Punkte entfernt. "In Düsseldorf haben wir zu viele Fehler gemacht, sodass wir nicht so oft vor das gegnerische Tor gekommen sind. Das müssen wir besser machen", analysierte Trainer Friedhelm Funkel.

Zum Personal: Als Ersatz für den verletzten Kim Falkenberg steht Shervin Radjabali-Fardi bereit, auch Aimen Demai könnte rechts hinten verteidigen. Ansonsten dürfte es wie gewohnt kaum Veränderungen geben. "Alper Uludag könnte zurückkehren, auch David Odonkor hat in dieser Woche sehr gut trainiert", gibt Funkel Einblick in seine Überlegungen. Diese beinhalten vor allem ein offensiveres Auftreten als in Düsseldorf. "Wir werden ein Stück weit eher attackieren als in Düsseldorf, da standen wir vor allem in der Anfangsphase zu tief", sagt der Cheftrainer.



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