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Köln - Nach einem sensationellen fünften Platz in der Aufstiegs-Saison 2013/14 will der Karlsruher SC nun den logischen nächsten Schritt machen: Der Aufstieg ist mit zwei Punkten Rückstand auf Platz 2 zum greifen nah.

Übersicht: Alle Kandidaten im Aufstiegscheck

Dabei ist die Mannschaft von Markus Kauczinski auf allen Positionen mit hoher Qualität besetzt: Angefangen vom glänzenden Keeper Dirk Orlishausen, über das starke Innenverteidiger-Hünen Manuel Gulde/Daniel Gordon, die mit 18 Toren nur die zweitmeisten Gegentreffer der Liga zuließen, bis hin zum Rechtsaußen Manuel Torres, der an guten Tagen mit seinen Tempoläufen schon einmal den entscheidenden Unterschied machen kann.

Das Herzstück ist das Mittelfeld

Doch der Star im Team ist der Coach. Als Entwickler mit Fokus auf eine stabile Defensive hat er die Mannschaft ganz nah in Richtung Bundesliga geführt. Viele Spieler waren bereits zu Drittligazeiten unter Kauczinski an Bord, wurden stetig besser. Als Herzstück hat sich aber zuletzt das Mittelfeld herauskristallisiert, das mit 17 Toren gefährlichste der 2. Bundesliga. Das Trio um Antreiber Reinhold Yabo, Spielmacher Hiroki Yamada und Flügelflitzer Manuel Torres kommt alleine auf 24 Torbeteiligungen. Und dann hat der KSC mit Rouwen Hennings endlich auch noch einen Knipser in der Sturmzentrale gefunden.

Rouwen Hennings

Key-Player Nummer 1

Rouwen Hennings

Sieben Tore hat Rouwen Hennings in den letzten acht Spielen erzielt, insgesamt führt er mit acht Treffern die interne Torschützenliste an. Dabei kam er in den ersten acht Saisonspielen auf gerade einmal 13 Einsatzminuten. Inzwischen hat er aber Ilian Micanski auf der Position des Stoßstürmers verdrängt. Und dort fühlt sich Hennings auch am wohlsten, nachdem er beim FC St. Pauli über viele Jahre hinweg auf den Außenpositionen im Mittelfeld spielen musste.

Reinhold Yabo

Key-Player Nummer 2

Reinhold Yabo

Der 23-Jährige ist der Chef auf dem Platz und zieht die Fäden im Mittelfeld. Dabei kann er mit seiner Zweikampfstärke sowohl als Sechser das Spiel des Gegners zerstören als auch auf der Spielmacher-Position selbst zum Abschluss kommen und die Bälle an die Stürmer verteilen. Am liebsten spielt er jedoch irgendwo dazwischen - auf der Acht. Mit fünf Toren und zwei Assists spielt er seine bisher beste Zweiliga-Saison. Außerdem trägt Yabo das Siegergen: Als Kapitän der U17 führte er Deutschland 2009 zum Europameister-Titel.

Hiroki Yamada

Key-Player Nummer 3

Hiroki Yamada

Mit dem beidfüßigen Dribbler, der von einem Jahr noch in der zweiten japanischen Liga kickte, hat der KSC einen absoluten Toptransfer getätigt. Yamada kam bisher in jedem Spiel zum Einsatz, lieferte dabei sechs Tore und zwei Vorlagen. Ins Karlsruher Spiel bringt er nicht nur die lange vermisste Kreativität, er ist mit durchschnittlich zwölf Kilometern pro Partie auch noch der fleißigste Läufer im Team.

Karol Herrmann

Aufstiegscheck: KSC nur ein Zwischenstopp?

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