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Köln - Drei Jahre ist es her, dass der 1. FC Kaiserslautern aus der Bundesliga abgestiegen ist. Der direkte Wiederaufstieg sollte es damals sein, doch die Roten Teufel scheiterten in den zwei folgenden Spielzeiten jeweils denkbar knapp. Erst in der Relegation verhinderte die TSG Hoffenheim in der Saison 2012/13 die Aufstiegsfeier am Betzenberg, letztes Jahr reichte es am Ende nur zu Platz vier.

Übersicht: Alle Kandidaten im Aufstiegscheck

Dieses Jahr stehen die Chancen wieder sehr gut. Platz drei steht derzeit zu Buche, punktgleich mit dem Zweiten SV Darmstadt 98 und nur drei Punkte hinter Tabellenführer Ingolstadt (zur Tabelle). Zehn Punkte holte man aus den letzten fünf Spielen, die Rückrundentabelle führen die Roten Teufel sogar mit 17 Punkten aus acht Spielen an.

Drei Youngster könnten entscheidend werden

Mitverantwortlich für den Höhenflug des FCK sind auch die drei Youngster Willi Orban (22), Alexander Ring (23) und Jean Zimmer (21). Sie werden auch im Schlussspurt bis zum Saisonende eine entscheidende Rolle für den 1. FC Kaiserlautern spielen. bundesliga.de sagt ihnen, warum das so ist.

Willi Orban

Key-Player Nummer 1

Willi Orban

Orban ist am Betzenberg die Identifikationsfigur schlechthin. Er wurde in Kaiserslautern geboren, hat nie für einen anderen Verein als den FCK gespielt. Er ist der jüngste Kapitän der 2. Bundesliga, aber schon jetzt ein absoluter Leader. Der derzeit verletzte 22-Jährige agiert auf dem Platz lautstark, gibt Kommandos, setzt zeichen. Mit 68 Prozent gewonnener Duelle ist er der zweitbesten Zweikämpfer der Liga. Bärenstarke 83 Prozent seiner Pässe kommen zum Mann, im Schnitt spult der Innenverteidiger zehn Kilometer Laufdistanz pro Spiel ab. Keine Frage: Auf Orbans stärken in der Defensive und auf seine Spielführung wird es auch im Schlussspurt um den Aufsteig ankommen.

Alexander Ring

Key-Player Nummer 2

Alexander Ring

Auch der finnische Youngster Alexander Ring wird im Aufstiegsrennen ein entscheidender Faktor für die Roten Teufel werden. Auch wenn er zwischenzeitlich acht Spiele verletzt passen musste, gab ihm FCK-Coach Kosta Runjaic gleich nach seinem Comeback eine Stammplatzgarantie im zentralen Mittelfeld. Wenn er nicht verletzt war, stand er bislang immer in der Startelf. Mit sechs Saisontoren ist er - zusammen mit dem inzwischen zum SC Paderborn gewechselten Srdjan Lakic - in dieser Saison der beste Torschütze der Pfälzer. 80 Prozent seiner Pässe kommen an, nur seine Kerem Demirbay (40) und Kevin Stöger (38) gaben in dieser Spielzeit mehr Torschüsse ab als Rind (36) - und das obwohl der 23-Jährige insgesamt neun Spiele verletzt ausgefallen ist. In dieser Form wird Ring in jedem Fall eine zentrale Rolle im Aufstiegskampf spielen.

Jean Zimmer

Key-Player Nummer 3

Jean Zimmer

Der deutsche U21-Nationalspieler Jean Zimmer hatte es zu Saisonbeginn noch schwer. Runjaic bot ihn zunächst als Rechtsverteidiger auf, dort konnte sich der Jungspund aber nicht gegen den erfahreneren Michael Schulze durchsetzen. Seit dem 14. Spieltag lässt der Coach Zimmer in offensiverer Rolle auflaufen - und der zahlt es ihm mit super Leistungen zurück. Viermal konnte er selbst treffen, zwei weitere Tore legte Jean Zimmer auf. Immer wieder marschiert er besonders über die linke Seite um auch mit Flanken für Gefahr zu sorgen. Dass der Trainer wieder auf ihn setzt, scheint Zimmer zu beflügeln. In dieser Form kann auch ihm eine entscheidende Rolle im Rennen um den Aufstieg zukommen.

Dennis-Julian Gottschlich

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