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München - Am 4. Spieltag hatte Alemannia Aachen eine Aufholjagd gestartet - von Platz 16 ging es bis hoch auf Rang 8. Doch seit drei Spieltagen läuft es nicht mehr rund bei den Aachenern mit der Folge, dass die Mannschaft vom Tivoli auf dem 9. Platz festhängt.

Ein Auswärtssieg soll nun für neuen Schwung sorgen, denn Aachen ist seit drei Partien auf fremdem Platz ohne Sieg.
Doch an diesem Sonntag (ab 13:15 Uhr im Live-Ticker) geht es ausgerechnet zum FC Erzgebirge Aue, der Mannschaft, die seit 21 Liga-Heimspielen ungeschlagen ist und in dieser Spielzeit noch nicht einen Punkt zuhause abgab.

Lange Serie für Aue

Der Aufsteiger aus Aue ist die Überraschungsmannschaft der 2. Bundesliga, seit neun Spielen sind die Sachsen ohne Niederlage. Damit liegt Aue nur zwei Zähler hinter Spitzenreiter Hertha BSC auf einem direkten Aufstiegsplatz.

"Wir haben eine hervorragende Ausgangsposition", meint daher auch Aues Trainer Rico Schmitt. "Die Mannschaft hat sich zusammen mit den Fans die 27 Punkte über die zwölf Spieltage mit spielerischen Momenten erarbeitet. Und das wollen wir am Sonntag gegen Aachen wieder zeigen."

Im Spiel gegen die Alemannia wird höchstwahrscheinlich Thomas Paulus, der gegen den Karlsruher SC noch kurzfristig geschont wurde, wieder mit von der Partie sein. Dafür droht Enrico Kern mit einem grippalen Infekt auszufallen. Schmitt will den Gegner trotz der schwachen Auswärtsbilanz nicht unterschätzen. "Aachen reist nach Aue, um zu punkten", warnt der FCE-Coach.

Aue spielt "extrem erfolgreich"

Ein Duell auf Augenhöhe erwartet Aachens Trainer Peter Hyballa am Sonntag aber nicht. "Aue steht zehn Punkte vor uns, da kann man nicht von Augenhöhe sprechen", stellt der Coach klar. Das Spiel des Teams aus dem Erzgebirge sei vielleicht nicht das attraktivste, dafür aber extrem erfolgreich. "Sie haben ein paar mehr Siege als wir, und darum geht es schließlich im Fußball. Alle Welt wartet darauf, dass Aue mal einbricht. Aber das passiert nicht. Ich finde, dass Aue eine hohe Qualität hat."

Um einen "Dreier" aus dem Erzgebirge mitzunehmen, wäre dem Coach auch ein "dreckiger" Sieg recht: "Wir reduzieren uns nicht auf den Spaßfußball. Am liebsten wollen wir gewinnen."




FC Augsburg - Karlsruher SC

Der FC Augsburg strebt gegen den KSC den vierten Heimsieg der Saison an. "Wir haben uns in den letzen Spielen Selbstvertrauen geholt und wollen uns nun vor eigenem Publikum wieder von unserer besten Seite zeigen", gibt FCA-Trainer Jos Luhukay die Marschrichtung vor. Dabei könnten die zuletzt verletzten Spieler Daniel Baier und Daniel Brinkmann wieder eine Alternative sein. "Beide haben in dieser Woche wieder das Training aufgenommen und es sieht gut aus, dass sie zur Verfügung stehen könnten", sagt der Niederländer. Ein kleines Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Torhüter Mohamed Amsif, der unter der Woche mit Rückenbeschwerden zu kämpfen hatte. "Ich gehe aber davon aus, dass er dabei ist", meint Luhukay.

Den Gegner möchte der Coach nicht nach dem Tabellenplatz beurteilen. "Sie stehen da, wo es weh tut. Aber sie haben genügend Qualität im Kader, um sich da rauszuarbeiten", hat Luhukay eine hohe Meinung vom KSC, der vor dem Spieltag auf Platz 16 der Tabelle rangierte. Die Gäste werden in Augsburg zum letzten Mal unter der Ägide von Interimstrainer Markus Kauczinski antreten, ehe der Verein in der kommenden Woche dann einen neuen Cheftrainer präsentieren wird. Ein Sieg soll dem 40 Jahre alten Diplomsportlehrer den Abschied versüßen.

"Es wird nicht einfach, aber wir haben auch Chancen und können für eine Überraschung sorgen", sagt Kauczinski über seine Schützlinge. Verzichten muss Kauczinski auf Serhat Akin (muskuläre Probleme), Macauley Chrisantus (Knieprobleme), Christian Demirtas (Oberschenkelprobleme), Marco Engelhardt (Rippenanbruch), Anton Fink (Schienbeinverletzung) und Kristian Nicht (Reha nach Knie-Operation). Mit dabei sein wird hingegen der wieder genesene Godfried Aduobe, ebenso wie Patrick Haag vom KSC II.




1860 München - FSV Frankfurt

Das Ziel für das Heimspiel der "Löwen" gegen den FSV hat Trainer Reiner Maurer klar formuliert: "Wir wollen unsere Serie auf zehn ungeschlagene Spiele ausbauen, mit einem Sieg uns unter den ersten Sechs festsetzen und für eine gute Resonanz für das Hertha-Spiel am 5. Dezember sorgen." Maurer weiß, dass die Hessen in dieser Saison alles andere als Kanonenfutter sind. "Sie stehen auf dem 5. Platz, das ist besser als erwartet, leider stehen sie auch vor uns. Mit einem Sieg können wir aber am FSV vorbeiziehen", erklärt der 50-Jährige.

Gegen Frankfurt kann Maurer aus dem Vollen schöpfen: "Mate Ghvinianidze ist wieder einsatzbereit, auch Aleksandar Ignjovski und Florin Lovin können spielen." Daniel Bierofka, der am Donnerstag wegen einer Erkältung eine Trainingspause einlegte, stand am Freitag wieder auf dem Platz. "Wir haben dadurch einige Optionen mehr", meint Maurer.

"Für uns ist es eine gute Situation, wir fahren ohne Druck nach München, der Druck liegt klar bei 1860", sagt FSV-Geschäftsführer Bernd Reisig. "Dennoch denke ich, dass wir etwas Zählbares mitnehmen, was in dieser Saison bei uns einen Sieg bedeutet, denn Unentschieden haben wir noch gar nicht gespielt." Bei den Frankfurter steht noch ein Fragezeichen hinter Kapitän Björn Schlicke. Trainer Hans-Jürgen Boysen erklärt: "Schlicke ist im normalen Trainingsbetrieb, er ist beschwerdefrei. Ich hoffe, dass das so bleibt. An der Startformation gibt es wenig zu ändern, ich habe eine sehr starke Trainingswoche registriert." Es fehlen weiterhin Tufan Tosunoglu (Kreuzbandriss), Marc Heitmeier (Achillessehnenbeschwerden) und Marc Stein (Muskelfaserriss).